Freitag, 17. Januar 2020

„Sicherheit als roter Faden“

Am Sonntag, 19. Jänner, hat die Sicherheitskampagne „Ich habe Spaß, ganz sicher“ im Skigebiet Alta Badia Halt gemacht. Am Dienstag, 21. Jänner, geht es im Skigebiet Jochtal (Vals) weiter.

Die Sicherheitskampagne macht in Alta Badia Halt.
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Die Sicherheitskampagne macht in Alta Badia Halt. - Foto: © Snowsport Südtirol

Claudio Zorzi, Präsident der Landesberufskammer der Skilehrer, im Gespräch über die gegenwärtigen Heraus- forderungen und die Zukunft der Südtiroler Skilehrer.

Worauf wird in der Ausbildung der zukünftigen Skilehrer besonderer Wert gelegt?

Claudio Zorzi: Neben den einwandfreien technischen Kenntnissen des Skifahrens, Langlaufens und Snowboardens, sind Methodik und Didaktik wichtige Grundvoraussetzungen. Da 80 Prozent der Kunden in den Skischulen Kinder sind, wird in der Ausbildung auch besonderes Augenmerk auf die fachgerechte und methodisch optimale didaktische Ausbildung der Skilehrer im Unterricht mit Kindern gelegt, so dass die Kleinen das Erlernen des Skifahrens spielerisch erleben. Auch in der Weiter- und Fortbildung erhalten die Skilehrer didaktische Informationen zum Kinderskiunterricht. Im Spezialisierungskurs „Kinderunterricht“ können sie ihr Wissen vertiefen und in praktischen Beispielen während der Saison einüben. Mittlerweile gibt es über 200 spezialisierte Kinderskilehrer in Südtirol.

Welche Rolle spielt Sicherheit in der Aus- und Fortbildung?

Das Thema Sicherheit zieht sich in den verschiedenen Themenbereichen wie ein roter Faden durch die gesamte Ausbildung. Neben den Erste-Hilfe-Kursen werden die Aspekte der Schnee– und Lawinenkunde, der Wetterkunde, der Risiken beim Skifahren im freien Gelände, des Verhaltens auf Skipisten, beim Liftfahren, rechtliche Aspekte und die Haftung des Skilehrers im Unterricht sowie der richtige Umgang und die Wartung der Geräte in Theorie und Praxis gelehrt. Auch bei den Fortbildungskursen, die alle zwei Jahre für höchstgeprüfte Skilehrer Pflicht sind, werden die Themen der Sicherheit bzw. die neuesten technischen Entwicklungen aufgefrischt.


Wie wird man Skilehrer?

Die Landesberufskammer der Skilehrer führt im Auftrag der Autonomen Provinz Bozen die Skilehrerausbildung durch. Für die Ausbildung zum Skilehrer sind vom Gesetz her 90 Tage vorgesehen. Der Einstieg in den ersten Ausbildungskurs zum Skischulassistenten ist nach dem Bestehen einer technischen Aufnahmeprüfung möglich (Anmeldung: Mitte Jänner bis 24. Februar, siehe www.snowsport.bz.it). Nach 20 Tagen Ausbildung und den bestandenen theoretischen, praktischen und didaktischen Prüfungen, kann der Kandidat als Skischulassistent in einer Skischule arbeiten. Um die zwei weiteren Ausbildungsmodule (70 Tage) zum höchstgeprüften Skilehrer besuchen zu können, muss der Kandidat einen weiteren technischen Aufnahmetest bestehen. Nach 90 Tagen Ausbildung mit erfolgreichen Abschlussprüfungen erwirbt man den staatlichen Skilehrertitel.


Gibt es genügend Skilehrernachwuchs in Südtirol?

Zur Zeit werden 300 Skilehrer in den verschiedenen Disziplinen Ski Alpin, Snowboard und Langlauf ausgebildet, über 2000 Skilehrer sind es, die in den 61 Skischulen Südtirols im Einsatz sind. In Spitzenzeiten, zu Weihnachten, Fasching und Ostern, reicht das Kontingent nicht immer aus, um der Nachfrage der Gäste gerecht zu werden. Seit Jahren bemüht sich die Landesberufskammer der Skilehrer durch Zusatzausbildungen der eigenen Mitglieder zum Beispiel Mountain-Bike-Führer den Beruf des Skilehrers auf einen Ganz-Jahres-Beruf auszuweiten, einen Outdoor-Experten auszubilden.

Am Sonntag, 19. Jänner, machte die Kampagne „Ich habe Spaß, ganz sicher“ im Skigebiet Alta Badia Halt. STOL war on Tour und zeigt die besten Bilder.

Am Dienstag, 21. Jänner, ist die Sicherheitskampagne im Skigebiet Jochtal (Vals) zu Gast. STOL ist dabei und präsentiert die schönsten Fotos.

som