Doch der Belgier ist nicht der einzige Spitzenfahrer. Mike Felderer, Thomas Dietsch, Hannes Pallhuber und Massimo De Bertolis, bei der Marathon-Europameisterschaft in Montebelluna unter den Top 12, sind ebenfalls gemeldet. Für De Bertolis gilt es, seinen Sieg vom letzten Jahr in Niederdorf zu wiederholen. Paulissen konnte im letzten Jahr in Niederdorf nicht dabei sein und freut sich umso mehr auf das Rennen durch seine Wahlheimat Südtirol. „Ich komme, um zu gewinnen“, sagt Paulissen angriffslustig. Auch Urs Huber aus der Schweiz kommt nach einjähriger Pause zurück an den Ort, an dem er 2008 den Dolomiti Superbike und die WM-Bronzemedaille gewonnen hat. „Das Dolomiti Superbike ist eines meiner Saisonhighlights“, so Huber, der den Black Forest Ultra Bike Marathon 2010 gewonnen hat. Laut UCI Rangliste rangiert Huber derzeit auf Platz 6. Thomas Dietsch tritt beim anstrengenden Rennen mit seinen 3822 Höhenmetern ebenfalls an. Der Sieger des Manavgat MTB-Marathon in der Türkei wurde letztes Jahr beim Superbike Zweiter hinter Massimo De Bertolis. Der Südtirol Dolomiti Superbike im Hochpustertal gilt mit den schwierigen Anstiegen auf einer Gesamtlänge von 119,9 km auch für die beiden Deutschen Karl Platt und Stefan Sahm als Härtetest. Platt und Sahm aus dem Team Bulls haben 2010, 2009 und 2007 das harte Etappenrennen Cape Epic gewonnen. Für Stefan Sahm ist es die erste Superbike-Teilnahme, während Karl Platt den Parcours quer durch das UNESCO-Weltnaturerbe der Dolomiten schon gut kennt. „Das Rennen lebt auch von seiner wechselnden Fahrtrichtung“, sagt Platt, „dadurch kommt eine interessante Variation in die Strecke“. Bei den Frauen startet auch 2010 wieder die deutsche Bikerin Kathrin Schwing. „Wir freuen uns, dass die Gewinnerin des letzen Dolomiti Superbikes wieder dabei ist. Sie hat heuer schon einige Erfolge erzielt“, so der Leiter des Superbike-Organisationskomitees, Kurt Ploner. Schwing holte sich den Platz eins beim Bike Marathon im deutschen Bad Wildbad und Rang zwei beim Rocky Mountain Marathon am Gardasee. Schwing selbst blickt mit „vielen Emotionen“ auf den 11. Juli. „Ich musste mich hart nach vorne arbeiten, das habe ich noch im Kopf, aber als erste über die Ziellinie zu fahren, das war ein tolles Gefühl“. Beim 16. Südtirol Dolomiti Superbike sind 3500 Fahrerinnen und Fahrer am Start. Die Anmeldung ist wegen der erreichten maximalen Teilnehmerzahl bereits geschlossen.