Donnerstag, 04. August 2016

1988: XXIV. Olympische Sommerspiele in Seoul (Südkorea)

Die Olympischen Sommerspiele 1988 markierten die Öffnung der olympischen Bewegung für Profis und das Ende der großen Boykottspiele nach den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau und den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles

Das offizielle Olympia-Poster von 1988
Das offizielle Olympia-Poster von 1988

  • Dauer: 17. September bis 5. Oktober.
  • 8391 Athleten aus 159 Nationen. 
  • 237 Wettbewerbe in 23 Sportarten.
  • Tischtennis und - nach 64-jähriger Pause - Tennis werden aufgenommen.
  • 4 Staaten (Kuba, Äthiopien, Nicaragua, Nordkorea) boykottieren die Spiele, da Nordkorea nicht an der Ausrichtung der Spiele in „angemessenem“ Maße beteiligt sei.
  • Zum ersten Mal durften auch Profis an den Olympischen Spielen teilnehmen.
  • Die zweiten Sommerspiele auf asiatischem Boden gestalten sich zu einem perfekt organisierten Ereignis voller Gastfreundschaft und sportlicher Höchstleistungen auf hervorragend ausgerüsteten Sportstätten.
  • Allerdings werfen Dopingskandale wie jener des 100-m-Siegers Ben Johnson und jener der zwei disqualifizierten bulgarischen Olympiasieger im Gewichtheben schwere Schatten auf das Geschehen in Seoul.
  • Offizielle Eröffnung durch Präsident Roo Tae-Woo
  • Stars der Spiele:
    • Kristin Otto (DDR): Sechs Goldmedaillen, so viele wie keine andere Frau bei einmal Olympia, gewann die Schwimmerin Seoul. Das Besondere: Sie errang ihre 4 Einzelsiege in 3 Stilarten (Freistil, Schmetterling, Rücken) und beteiligte sich an den siegreichen Staffeln sowohl als Freistil- als auch als Rückenschwimmerin. 
    • Florence Griffith-Joyner (USA): "Flo Jo" war der Top-Star der Seouler Leichtathletikwoche mit Siegen über 100 m, 200 m (mit zwei Mal verbessertem Weltrekord) und 4 x 100 m. Hinzu kam überraschend - für sie als 400-m-Anfängerin - noch Silber über 4 x 400 m.

stol