Auf der 42-km-Strecke gab es mit Roberto De Zolt, Giuliano Braus und Ivano Debertolis drei ex-aequo-Sieger. Über 25 Kilometer gewann mit Michael Pareiner überraschend ein Athlet des Südtiroler Landeskaders. Schnellste Frauen waren Veronica De Martin Pinter und Eugenia Bitschougowa.Bitterkalt mit minus 15 Grad war es beim Start in Grube bei Kematen, die Sonne wärmte vorerst nur die Berghänge. Die Teilnehmer aus Südtirol, dem norditalienischen Raum und aus dem deutschsprachigen Ausland ließen sich davon nicht beeindrucken. Talauswärts hielten sich die Spitzenläufer noch etwas zurück, um dann im ersten Anstieg nach Rain das Tempo zu verschärfen. Dabei konnten sich 13 Athleten deutlich absetzen.Zurück von der zweiten Schleife im Flachteil, war die Spitzengruppe auf acht Läufer geschrumpft. Im Waldanstieg Richtung St. Jakob fielen weitere drei Läufer zurück. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass das Quintett bestehend aus Roberto De Zolt (Belluno), Giuliano Brauss, Ivano Debertolis, Paolo Larger (alle Trentino) und Michael Pareiner den Sieg unter sich ausmachen. Kurz vor dem Prämiensprint bogen Pareiner und Larger auf die Kurzstrecke ab und traten etwas später zum Zielsprint an. Erst nach Fotofinish-Entscheid wurde der Sieg Michael Pareiner zuerkannt. „Das ist mein erster Erfolg bei einem Volkslauf. Seit kurzem bin ich Angestellter der Forstverwaltung und kann jetzt sehr gut trainieren, da ich im Winter freigestellt bin“, resümierte der 19-jährige gelernte Maurer aus St. Peter im Ahrntal. Der zweitplatzierte Paolo Larger aus Castello im Fleimstal hatte am Samstag die Tageswertung bei der Trophäe „Del Barba“ im Trentino gewonnen und war daher etwas müde. Besonders glücklich war im Ziel die Frauensiegerin über 25 Kilometer, Eugenia Bitschougowa. Die Italo-Russin feierte in fünften Erfolg in Pfitsch und dies nachdem sie 2006 schwer erkrankte und sich erst langsam wieder an ihre alte Form herantasten musste. Die Sterzingerin Valentina Danese, im Vorjahr Siegerin über diese Distanz, wurde gute Dritte. Die Langdistanz war eine Angelegenheit zwischen Roberto De Zolt, Giuliano Brauss und Ivano Debertolis. Leider wurden die Zuschauer etwas enttäuscht, als die drei Ausreißer sich gegenseitig durchs Ziel schoben und sich somit den Sieg teilten. „Wir haben fast das ganze Rennen zu dritt absolviert und sind zudem gute Freunde. Giuliano wird im nächsten Jahr auch noch zu unserem Hartmann-Team stoßen und dann sind wir komplett“, freute sich De Zolt. Veronica De Martin Pinter war bei den Frauen eine Klasse für sich. „Die erste Runde war ich gut drauf, dann bin ich doch etwas eingebrochen“, meinte die Athletin aus Padola in der Provinz Belluno. Die Langlauflehrerin übt ihren Beruf in Toblach aus und hat auch kürzlich die Kombinationswertung beim Pustertaler gewonnen. Total erschöpft und von Hustenanfällen geplagt war die zweitplatzierte Clara Bettega. „Ich war die ganz Woche erkältet und hatte noch gestern Fieber“, sagte die in Varena im Fleimstal wohnhafte ehemalige Weltcup-Läuferin.