Der Jubel bei den "Azzurri" war riesig, denn Silber ging genauso sensationell an Gianfranco Martin. Den Schweizer Steve Locher als Bronzemedaillengewinner hätte man schon eher auf dem Podest erwarten können.Wie überraschend die Medaillen von Polig und Martin waren, sieht man auch daran, dass Beide - weder vorher noch nachher - im Ski-Weltcup jemals einen Podestplatz erreicht haben.6. in der Abfahrt, 5. im SlalomJosef Polig sicherte sich Kombi-Gold mit Platz 6 in der Abfahrt und Platz 5 im Slalom bei dichtem Schneefall. Damit bezwang er - im letztmals mit einem komplizierten Punktesystem berechneten Bewerb - hauchdünn den Abfahrts-Zweiten Gianfranco Martin.Top-Favorit Paul Accola aus der Schweiz, Fünfter der Kombi-Abfahrt, verpasste im Slalom ein Tor, stieg zurück und verlor 8 Sekunden.Damit schien der Weg frei für den Titelverteidiger Hubert Strolz auch Österreich, doch der vergab wenige Meter vor dem Ziel das sichere Gold und schied aus.Die anderen Mitfavoriten Marc Girardelli und Günther Mader waren bereits in der Abfahrt gestürzt.Protest abgewiesenDer französische Ski-Verband protestierte nach dem Rennen gegen Polig und Martin wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Werberichtlinien der FIS. Eine Nachmessung des Logos zeigte, dass keine der Werbeflächen die Maximalgröße überschritt. Damit blieb es bei "Blech" für den Franzosen Jean-Luc Cretier.stol/ds