Die Saslong ist seit 1969 fixer Bestandteil des Weltcup-Kalenders – mit Super-G und Abfahrt. Weiter geht es nach Val Badia – dort warten Riesentorlauf und Parallelriesentorlauf. Letzte Station ist am Dienstag der ebenfalls schon traditionelle Nachtslalom in Madonna di Campiglio.Wenn all das bewältigt ist, gönnt der Kalender dem Ski-Zirkus nur eine ausgesprochen kurze Verschnaufpause. Schließlich geht es für die Speed-Fraktion gleich am Sonntag, 27. Dezember, mit dem ersten Training in Santa Caterina weiter. Die Abfahrt findet dort am darauffolgenden Dienstag statt.Alle Rennen der vorweihnachtlichen Reise durch Südtirol wird kaum einer bestreiten. Die meisten jedoch wollen einen Großteil davon, sprich: drei oder vier Rennen, absolvieren. Zu diesem Kreis zählt auch fast die komplette Weltspitze.Reichelt schimpft: „Planungsfrechheit“Dass ein solches Monsterprogramm den Läufern körperlich alles abverlangt, womit auch das Risiko für Verletzungen steigt, ist klar. Dass damit auch die Gefahr einer Übersättigung beim Zuschauer droht, leuchtet genauso ein.„Eine Planungs-Frechheit“, schimpfte Hannes Reichelt bereits im Oktober vor dem Saisonstart. „Da bist du als Allrounder kurz vor dem Burn-out und man fährt schon vor Weihnachten unseren Sport tot.“Neureuther: „Ein brutaler Stress“Auch für andere Fahrer ist es ein Ärgernis, dass der Italien-Block nun um ein zusätzliches Rennen erweitert wurde. Im Vorjahr waren „nur“ vier Rennen in vier Tagen auf dem Programm gestanden.Felix Neureuther etwa, der Madonna-Vorjahressieger, stößt sich daran, dass der Parallelbewerb in Alta Badia am Vorabend des Slaloms und nicht zu einem anderen Zeitpunkt stattfindet. „So ein Nachtrennen ist brutaler Stress für uns. Die, die das nicht fahren, sondern nur den Slalom, die sind schon im Vorteil“, meinte der Deutsche.apa