„Vor Turnierbeginn hat man uns nur müde belächelt“, sagte Sambias Coach Herve Renard, dessen Elf Gabun am Donnerstag 2:1 bezwang und in einem Herzschlag-Finale als Sieger der Gruppe D noch vor WM-Teilnehmer Kamerun hervorging.In der Runde der letzten Acht trifft Sambia nun am Montag (20.30 Uhr) in Lubango auf Nigeria. Dort hoffen auch die „Super Eagles“ auf eine weitere Steigerung. „Wir können den Titel holen“, meinte Nigerias Torjäger Peter Odemwingie. Ganz gelassen blickt Ghana dem Viertelfinal-Duell am Sonntag (17.00) in Luanda mit Gastgeber Angola entgegen. „Wir lassen uns vom Druck nicht erdrücken. Wir werden uns entspannen und einfach Fußball spielen“, versprach Emmanuel Agyemang-Badu. In der zweiten Sonntags-Partie trifft Algerien in Cabinda auf die Elfenbeinküste (20.30). Zum Prestigeduell kommt es am Montag (17.00) in Benguela, wenn Ägypten gegen Kamerun (mit Salzburgs Somen Tchoyi) spielt.Die „Pharaonen“ sind mit sechs Afrika-Cup-Siegen der Rekordtitelträger des Kontinental-Turniers und wollen nach 2006 und 2008 den Hattrick schaffen. Kapitän Ahmed Hassan steht nach Verbandsangaben vor seinem 170. Länderspiel und würde damit Idol Hossam Hassan als Rekord-Nationalspieler ablösen.Erleichterung verspürte Kameruns Torjäger Samuel Eto’o, nachdem sich die „Unbezähmbaren Löwen“ durch das 2:2 gegen Tunesien in letzter Sekunde einen Platz im Konzert der Großen gesichert hatten. „Ich bin einfach nur froh, dass wir das Viertelfinale erreicht haben“, sagte der Stürmer von Inter Mailand. In einem Zwiespalt sieht sich dagegen Trainer Paul Le Guen. „Ich muss hier das Optimum aus der Mannschaft herausholen, sie aber gleichzeitig schon auf die WM einstimmen“, beschrieb der Franzose sein Dilemma. Immerhin bewiesen Eto’o und Co. im letzten Gruppenspiel ansteigende Form.Als Gruppensieger qualifiziert hatte sich Angola, das gegen Ghana wegen einer leichten Zerrung um Flavio Amado bangt. Der 30-Jährige ist mit drei Turniertreffern bester Schütze. Ghana, mit vielen U20-Weltmeistern gespickt, ist nicht nur wegen der Personalie Amado zuversichtlich - Beistand des verletzten Kapitäns Stephen Appiah soll helfen. „Sie müssen an sich glauben und kämpfen“, sprach er seinem Team Mut zu.apa/dpa