Donnerstag, 11. August 2016

"Alex wäre ein Favorit für die Goldmedaille gewesen"

Es war ein wahrer Paukenschlag am Mittwochabend: 8 Jahre Sperre für den Geher Alex Schwazer. Aus der Traum von Rio. Am Donnerstag nahm sich sein Anwalt Gerhard Brandstätter Zeit für ein Interview. Es ist ein Gespräch über wenig Hoffnung, arrogante Verbände und ein grobes Unrecht.

Alex Schwazer hätte laut Brandstätter Topchancen in Rio gehabt - doch das war Einigen ein Dorn im Auge.
Alex Schwazer hätte laut Brandstätter Topchancen in Rio gehabt - doch das war Einigen ein Dorn im Auge. - Foto: © LaPresse

"Ich muss leider gestehen: Ich hatte nie viel Hoffnung auf dieses Urteil. Das deshalb, weil ich weiß, dass die internationalen Reglements sehr einseitig geschrieben sind - von den Verbänden für die Verbände." Das die erste Aussage von Gerhard Brandstätter im Fall Schwazer.

Er habe seinem Klienten abgeraten, zur Verhandlung nach Rio zu fahren. Aber sie konnten Alex Schwazer nicht umstimmen: "Alex wollte alles auf eine Karte setzen. Die Verhandlung ist eigentlich auch relativ gut gegangen. Aber leider fehlte immer noch der letzte Beweis, wie, wann und vor allem warum jemand die Probe manipuliert hat."

Alex sei in Topform gewesen: "Noch am Tag der Verhandlung hat Alex beim Training Weltbestzeiten geliefert." Er sei sicherlich ein enger Goldmedaillen-Kandidat gewesen. Aber es habe bestimmten Leuten nicht gepasst, dass er mit der russischen Antidoping-Behörde zusammengearbeitet habe. Und auch sein Trainer Sandro Donati mache sich große Vorwürfe. Er geht laut Brandstätter davon aus, dass der Schlag eigentlich nicht Alex, sondern ihm gegolten habe.

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Was bei der Verhandlung schief gelaufen ist, wie es Alex geht und warum der Weltleichtathletikverband IAAF laut Brandstätter arrogant ist, hören Sie im Video-Interview.

stol