Das Schutzengelranggeln hatte und hat für die Pinzgauer und Ahrntaler heute noch eine besondere gesellschaftliche und sportliche Bedeutung. Das geschichtsträchtige Tauernhaus, im Krimmler Achental mitten im Nationalpark Hohe Tauern gelegen, war immer schon Treffpunkt für die Almer und Besucher aus dem Ahrntal, die zu Fuß über die Birnlücke oder den Krimmler Tauern ins Krimmler Achental gingen und heute noch gehen. Die Schutzengelranggeln wurden schon vor etwa dreißig Jahren regelmäßig im Krimmler Tauernhaus ausgetragen. Vorübergehend wurden die Wettkämpfe dann alljährlich im Dorf, in der Krimml, abgehalten. Jetzt hat Friedl Geisler die Veranstaltung im Zweijahresrythmus neu organisiert und zurückgeholt ins Tauernhaus. 2009 erlebte dort das Schutzengelranggeln erstmals wieder eine Premiere, zu der vor allem viele Ahrntaler kamen. Solche Veranstaltungen sind dies- und jenseits des Alpenhauptkammes sportlicher Höhepunkt, Begegnung zwischen den Menschen, kulturelle Veranstaltung und Wertschätzung für jene Ahrntaler Bauern, die heute noch im Krimmler Achental Almen bewirtschaften und die Südtiroler Tradition und Berglandwirtschaft auch abseits des Tales und unter großem Aufwand aufrecht erhalten. Heuer können sich die Sieger auf eine besondere Trophäe freuen: Sie bekommen eine handgeschnitzte Schutzengelfigur, die gleichzeitig die Verbindung hin zum Kirchen- und Bauernjahr früherer Zeiten symbolisieren soll. Denn der Schutzengelsonntag hatte dort eine besondere Bedeutung.Geranggelt wird am Sonntag mit Beginn um 13 Uhr im Krimmler Tauernhaus. Eine Busverbindung aus dem Ahrntal in das Feriendorf Krimml und ein Taxidienst ins Tauernhaus wurden eingerichtet. Interessierte, die diesen Busdienst in Anspruch nehmen wollen, können sich an den Obmann des Ahrntaler Ranggelvereins, Hartmut Tasser wenden.