Dienstag, 21. Juni 2016

Anti-Doping: Der Fünf-Punkte-Plan des IOC

Knapp sechs Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag einen 5-Punkte-Plan verabschiedet, um gegen Doping vorzugehen. Das IOC hatte zuvor bekannt gegeben, dass saubere russische Leichtathleten trotz der Sperre des Weltverbandes IAAF doch unter ihrer Landesflagge an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

Das IOC hat am Dienstag einen Anti-Doping-Plan verabschiedet.
Das IOC hat am Dienstag einen Anti-Doping-Plan verabschiedet. - Foto: © APA/EPA

Sie müssen aber außerhalb des nicht funktionierenden Anti-Doping-Systems ihres Landes getestet worden sein.

Der IOC-Plan umfasst 5 Punkte:

Der Bericht des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF wird begrüßt, in dem der Verband dem Nationalen Olympischen Komitees Russland „enorme Bemühungen und große Professionalität“ zuspricht. Dies habe zu einem „erheblichen Fortschritt“ geführt, die Anti-Doping-Kriterien zu erfüllen.

Die internationalen Verbände und die Nationalen Olympischen Komitees sollen alle möglichen Maßnahmen unternehmen, um gedopte Sportler von den Spielen in Rio de Janeiro fernzuhalten.

Nicht nur gedopte Sportler sollen von einer Sperre betroffen sein, sondern auch Trainer, Ärzte und Betreuer, die für Doping verantwortlich sind oder gegen die derzeit wegen Doping-Verstößen ermittelt wird.

Weil Russland und Kenia nicht den Kriterien der Anti-Doping-Agentur WADA genügen, müsse die „Unschuldsvermutung“ der Sportler aus diesen Ländern „ernsthaft in Frage gestellt“ werden. Die internationalen Verbände sollten daher nach Möglichkeiten außerhalb der nationalen Doping-Kontrollen suchen, um Sportler zu testen.

Die Anti-Doping-Agentur WADA soll 2017 eine außerordentliche internationale Konferenz zum Thema abhalten.

apa/dpa

stol