Sonntag, 06. November 2016

Arsenal nur 1:1 gegen Tottenham

Der FC Arsenal verpasst durch ein 1:1 gegen Tottenham die Tabellenführung in der Premier League. Manchester City stolpert gegen Middlesbrough. Chelsea zieht mit einer Tor-Gala vorbei.

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Mesut Özil und Shkodran Mustafi haben mit dem FC Arsenal den Ausrutscher von Manchester City nicht genutzt und die Tabellenführung in der Premier League verpasst. Gegen den Londoner Stadtrivalen Tottenham Hotspur kam das Team von Trainer Arsène Wenger am Sonntag nur zu einem 1:1 (1:0), weil Spurs-Stürmer Harry Kane nach wochenlanger Verletzungspause beim Comeback traf.

Kane erzielte per Foulelfmeter (51.) den Ausgleich, nachdem dem ehemaligen Kölner Kevin Wimmer ein Eigentor unterlaufen war. Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Spurs mussten bei Arsenal auf Mittelfeldspieler Dele Alli verzichten, der sich am Samstag im Training eine Knieverletzung zugezogen hatte und voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen wird.

Statt Arsenal zog Chelsea am bisherigen Tabellenführer ManCity vorbei. Die Blues präsentierten sich am Samstag bei ihrer 5:0-Gala gegen den FC Everton meisterlich. „Das war ein großartiges Spiel, eine tolle Leistung“, schwärmte Coach Antonio Conte. „An der Spitze der Liga zu sein, gibt Selbstvertrauen. Wir müssen so weitermachen.“

Manchester City stolperte beim 1:1 gegen den FC Middlesbrough. Vier Tage nach dem 3:1 gegen Barcelona in der Champions League mussten die Citizens in der Liga bereits das dritte Heim-Remis in Serie hinnehmen. Das gab es zuletzt vor sieben Jahren. „In allen drei Spielen waren wir viel besser als der Gegner“, sagte Trainer Pep Guardiola. „Hätten wir 1:0 gewonnen, würden wir nur über die gute Leistung sprechen.“

Bei Chelsea war Doppeltorschütze Eden Hazard der Mann des Spiels. „Wir wissen alle, was er für ein talentierter Spieler ist“, sagte Trainer Conte. „Er zeigt sein Talent in jedem Spiel.“ Contes neuer Offensiv-Fußball begeistert die britische Presse. „Chelsea gewinnt nicht nur Spiele, sie spielen auch wundervollen Fußball und zerlegen ihre Gegner“, lobte „The Telegraph“.

Die Chelsea-Fans, mit denen Conte nach dem fünften Tor sogar abgeklatscht hatte, sangen in der Schlussphase den Namen ihres Trainers. Nach fünf Siegen in Serie mit 16 Treffern und ohne Gegentor ist der Italiener endgültig in London angekommen. Der „Guardian“ denkt schon weiter: „Es ist zwar noch früh, aber wenn sie so weitermachen, spielen sie um den Titel.“

dpa

stol