Samstag, 25. Februar 2017

AS Roma kann nach Vereinbarung mit Stadt Stadion bauen

Das umstrittene neue Fußballstadion für die AS Roma kann nach jahrelangen Querelen gebaut werden.

James Pallotta sieht ein „neues Kapitel“ für seine AS Roma
James Pallotta sieht ein „neues Kapitel“ für seine AS Roma - Foto: © LaPresse

Die Stadt, Investoren und Vertreter des Fußballvereins beschlossen bei einem wichtigen Treffen am späten Freitagabend jedoch auch, dass auf dem Gelände in der Peripherie der italienischen Hauptstadt weniger als geplant gebaut werden soll.

So sollen zum Beispiel drei Bürotürme, die der Stararchitekt Daniel Libeskind entwerfen sollte, nicht entstehen. „Es ist eine sehr, sehr lange Reise – es fühlt sich so an, wie es für unsere römischen Vorfahren bei ihren vielen Projekten gewesen sein muss“, sagte der US-amerikanische Club-Präsident James Pallotta und sprach von einem „neuen Kapitel“ für den Serie-A-Club.

Um das neue Stadion für den aktuellen Tabellenzweiten der italienischen Meisterschaft wird seit gut fünf Jahren gestritten. Die AS Roma will seit 2012 eine moderne Arena, bisher spielt der Club mit dem Lokalrivalen Lazio Rom im Olympiastadion. Die neue Arena in Tor di Valle soll komplett privat finanziert werden. Ursprünglich sollte auch ein Businesspark entstehen. Es wird kritisiert, dass Immobilienhaie und korrupte Unternehmer ein Geschäft machen wollen und dass das Stadion nicht richtig an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi von der Fünf Sterne Partei ist in dem Streit stark in die Kritik geraten, weil ihre Regierung keine klare Linie habe. „Wir haben das Projekt revolutioniert, und wir haben es in eine Chance für Rom verwandelt“, schrieb Raggi auf Facebook.

apa/dpa

stol