Nach Olympiasieger Alex Schwazer und Christian Obrist wurde auch 800-Meter-Spezialist Lukas Rifesser definitiv zur EM einberufen. Silvia Weissteiner fehlt diesmal verletzungsbedingt, Hannes Kirchler hat die Teilnahme-Norm zu spät erbracht.Alex Schwazer (20 und 50 Kilometer Gehen) und Christian Obrist (1500 Meter) hatten ihren EM-Startplatz schon seit Wochen bzw. Tagen sicher. Heute hat auch Lukas Rifesser (800 Meter) grünes Licht vom italienischen Verband bekommen. „Ich habe in Sterzing beim Trainingslager der Nationalmannschaft gut trainiert und hatte bereits vergangene Woche ein gutes Gefühl, doch die Bestätigung habe ich erst heute bekommen. Ich bin natürlich heilfroh, dass ich nach einer turbulenten Saison mit diversen Verletzungen doch noch das EM-Ticket erobert habe", so Rifesser. Der 24-jährige Brunecker war bereits vor zehn Tagen provisorisch nominiert worden, musste aber noch einen Leistungsnachweis bringen. „Jetzt kann ich ganz unbeschwert in meine erste Europameisterschaft gehen", so der Vize-Junioreneuropameister von 2005. Im Vorjahr hat Rifesser erstmals an einer Weltmeisterschaft teilgenommen.Für Christian Obrist dagegen ist es dagegen die dritte EM-Teilnahme in Serie. 2002 und 2006 belegte er im 1500-Meter-Finale jeweils Platz sieben. Obrist hat heuer zwar keine Topzeit zu Buche stehen, dafür war er bei der Team-EM vor einem Monat in Bergen ausgezeichneter Zweiter. Aussichtsreichster Südtiroler Medaillenkandidat ist Alex Schwazer. Der Olympiasieger im 50 Kilometer Gehen tritt sowohl über 20, als auch über 50 Kilometer an. Über 20 Kilometer hält er sogar die Jahres-Weltbestzeit, über 50 Kilometer war er heuer viertschnellster Europäer. Der 25-Jährige war bereits bei der EM 2006 in Göteborg am Start, gab damals aber auf. Obrist und Rifesser trainieren noch bis Donnerstag mit der Nationalmannschaft in Sterzing. Schwazer holt sich den Feinschliff für Barcelona derzeit zu Hause in Kalch. Am Sonntag erfolgt für alle drei der Abflug nach Barcelona.