Dienstag, 15. November 2016

Bangen um Nordamerika-Rennen

Verkehrte Ski-Welt. Nach insgesamt bereits drei Absagen gingen 2016 die beiden Levi-Slaloms in Finnland auf perfekter Piste über die Bühne. Dafür bangt der Weltcup-Zirkus nun um die folgenden Übersee-Rennen.

Dominik Paris fiebert seinem Weltcup-Start entgegen. Nur, ob die Rennen in Übersee überhaupt stattfinden, ist derzeit noch ungewiss. - Quelle: Pentaphoto/Alessandro Trovati
Dominik Paris fiebert seinem Weltcup-Start entgegen. Nur, ob die Rennen in Übersee überhaupt stattfinden, ist derzeit noch ungewiss. - Quelle: Pentaphoto/Alessandro Trovati

Am betrüblichsten sieht es derzeit in Beaver Creek aus, wo das komplette Skigebiet schneelos ist. Die Entscheidung über die drei vom 2. bis 4. Dezember auf der Birds of Prey geplanten Herrenrennen fällt kommenden Freitag und ist endgültig, erklärte Herren-Renndirektor Markus Waldner. Das komplette Beaver-Programm würde stattdessen in Europa gefahren werden. Wo genau, wollte der Südtiroler trotz intensiver Arbeit am „Plan B“ vorerst noch nicht verraten.

Bescheiden ist auch die Situation im kanadischen Lake Louise, wo am 26. und 27. November zwei Herren- und eine Woche später drei Damen-Speedrennen angesetzt sind. Die Schneekontrolle für den Herren-Event wurde wie angekündigt auf kommenden Dienstag, allerspätestens Mittwoch verschoben. „Derzeit sind wir dort aber weit weg von einer rennfertigen Piste“, war Waldner wenig optimistisch. Bezüglich der Damenrennen hat man noch etwas mehr Zeit.

Es ist schlichtweg zu warm

Dort wie da hofft man noch auf sinkende Temperaturen. Fallen die Herrenbewerbe in Lake Louise aber aus, gibt es an diesem Wochenende keine Rennen. Das soll den bereits in Übersee weilenden Teams ermöglichen, weiter vor Ort trainieren und eventuell erst für die Beaver-Ersatzrennen nach Europa zurückkommen zu können.

Man werde die Kanada-Rennen aber später im Winter an bestehende Bewerbe anhängen, sagte Waldner und nannte Garmisch oder Kvitfjell als mögliche Optionen.

Die besten Chancen auf Nordamerika-Rennen hat man offenbar in Killington und damit ausgerechnet im am niedrigsten gelegenen Nordamerika-Ressort an der US-Ostküste. Dort nützt man jede kalte Stunde zum Beschneien der Piste „Superstar“, wo ebenfalls am 26. und 27. November zwei Damen-Technikrennen angesetzt sind.

apa

stol