Beim FC Barcelona geht vor dem Spitzenspiel der Primera División gegen Tabellenführer FC Valencia an diesem Samstag die Angst vor dem „FIFA-Virus“ um. Es wäre nicht das erste Mal, dass der spanische Fußballmeister nach einer Länderspielpause in der Liga eine Niederlage einstecken muss – so wie bei der 0:2-Heimpleite gegen Aufsteiger Hércules Alicante im September. Barça hatte zuvor einige seiner Profis für die Spiele Spaniens gegen Mexiko, Liechtenstein und Argentinien abstellen müssen. Diese Woche standen in der EM-Qualifikation gleich fünf Barça- Spieler beim 3:2-Sieg Spaniens über Schottland in Glasgow auf dem Platz. David Villa verletztNationalstürmer David Villa, der gegen die Schotten sein 44. Länderspieltor schoss, verletzte sich obendrein am linken Knie. Die Ärzte gaben aber inzwischen Entwarnung: Der 28-Jährige wird im Camp Nou gegen seinen früheren Verein antreten können.Villa war vor der Weltmeisterschaft in Südafrika für 40 Millionen Euro zu den Katalanen gewechselt. „Sollte ich gegen Valencia ein Tor schießen, werde ich es aber nicht feiern. Das bin ich dem Club aus Respekt schuldig“, sagte er. Fehlen wird dagegen wohl Spielmacher Xavi, der nach wie vor an einer Entzündung der Achillessehne laboriert.Dennoch hofft Barça endlich wieder auf einen Heimsieg, denn der Club hat in dieser Saison bislang nur ein Spiel im Camp-Nou-Stadion gewinnen können (1:0 gegen Sporting Gijón). „Es gibt keine Ausreden!“, gab Trainer Josep Guardiola das Ziel des Tabellenvierten vor. Der bislang ungeschlagene FC Valencia setzt dagegen darauf, diese Heimschwäche zu nutzen. „Jetzt ist der Augenblick, dem FC Barcelona weh zu tun“, meinte Stürmer Roberto Soldado. Der Schlüssel werde sein, ein frühes Tor zu erzielen. In den vergangenen Begegnungen ist das dem FC Valencia in Barcelona allerdings nicht gelungen: Die Hafenstädter verloren zuletzt im Camp Nou mit 0:6, 0:4 und 0:3.Real will wieder Stärke zeigenReal Madrid tritt zwei Wochen nach dem 6:1-Kantersieg über Deportivo La Coruña am Samstag als Tabellendritter beim Zehntplatzierten FC Málaga an. Der Club von Scheich Abdullah al-Thani aus Katar hat die „Königlichen“ noch nie seit seiner Neugründung 1994 schlagen können. In dieser Saison hat der andalusische Club auch noch keinen einzigen Heimsieg errungen.Brisant ist das Duell der beiden Trainer: Real Madrids José Mourinho hat seinen portugiesischen Landsmann Manuel Jesualdo Ferreira einst einen „Esel“ genannt. Das war allerdings bevor der heute 64-jährige Coach Málagas mit dem FC Porto dreimal hintereinander Meister wurde.dpa