Samstag, 26. November 2016

Bayern-Boss Hoeneß entschuldigt sich: Leipzig kein „Feind“

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich für seine Wortwahl in Bezug auf RB Leipzig entschuldigt. Bei seiner Rückkehr ins Präsidentenamt beim deutschen Fußball-Meister hatte der 64-Jährige am Freitagabend den Bundesliga-Tabellenführer als „Feind“ bezeichnet. „In meiner Euphorie habe ich ein völlig falsches Wort gewählt“, sagte er am Samstag beim TV-Sender Sky vor dem Spiel gegen Leverkusen.

Am Freitag ist Ulli Hoeneß mit 98 Prozent wieder als Präsident des FC Bayern gewählt worden.
Am Freitag ist Ulli Hoeneß mit 98 Prozent wieder als Präsident des FC Bayern gewählt worden. - Foto: © APA/AFP

Nur im Krieg gebe es Feinde. „Im Fußball gibt es keine Feinde, sondern nur Gegner oder Rivalen“, fügte Hoeneß hinzu. „Ich nehme das Wort zurück und entschuldige mich.“

Hoeneß war am Freitag auf der Jahreshauptversammlung mit fast 98 Prozent wieder auf den Bayern-Chefposten gewählt worden. Nur wenige Minuten nach seiner Wahl hatte er dem Sensations-Tabellenführer aus Leipzig nach dessen nächstem Erfolg beim SC Freiburg den Kampf angesagt.

Hoeneß am Freitag: "Haben einen zweiten Feind"

„Leipzig hat 4:1 gewonnen. Wir haben neben Dortmund einen zweiten Feind, den wir jetzt endlich wieder attackieren können“, hatte Hoeneß den 7.000 Mitgliedern zugerufen. Schon in der Pressekonferenz nach der Versammlung hatte er nicht mehr von einem Feind, sondern von einem „Rivalen“ gesprochen.

Noch vor dem Spiel gegen Leverkusen stand fest, dass die Bayern auch nach dem zwölften Spieltag hinter dem Aufsteiger aus Leipzig auf Tabellenplatz zwei bleiben.

apa/dpa

stol