Donnerstag, 31. März 2016

Beim Check durchgefallen: Alonso darf nicht starten

Fernando Alonso hat sich bei seinem schweren Unfall beim Auftaktrennen in Melbourne Rippenbrüche zugezogen.

Foto: © APA/AFP

Das erklärte der zweimalige Formel-1-Weltmeister aus Spanien am Donnerstag im Fahrerlager von Bahrain. Aus diesem Grund hatte er auch von den Ärzten kurz zuvor nicht die Starterlaubnis für das zweite Saisonrennen erhalten. „Du willst fahren. Ich kann es aber verstehen“, sagte der 34-Jährige.

Gut eineinhalb Wochen nach seinem schweren Unfall beim Auftaktrennen in Australien bestand der 34 Jahre alte Spanier nicht den obligatorischen Medizincheck am Donnerstagvormittag. Die Mediziner entschieden nach zwei durchgeführten Computertomografien des Brustbereichs, dass ein Start Alonsos auf dem Kurs in der Wüste von Sakhir nicht zu verantworten ist.

„Ich habe bis zur letzten Sekunde versucht zu fahren, um dem Team, das in der Woche unglaubliche Arbeit geleistet hat, zu helfen. Aber ich verstehe die Position der FIA-Ärzte“, schrieb Alonso auf Instagram.

Äußerlich kaum verletzt

Der Asturier hatte den enormen Crash äußerlich praktisch unverletzt überstanden. Er war aus eigener Kraft in Melbourne aus dem völlig zerstörten Wagen gestiegen und hatte kurze Zeit später schon wieder Interviews gegeben. Auf dem Rückflug hatte er sich mit einer Zeitung mit der Schlagzeile „Luckiest man alive“ fotografieren lassen.

„Alles sah okay aus. Ich hatte ihn aber an dem Montag getroffen und er meinte, er spüre die Rippen bisschen“, erzählte Rennrivale Nico Hülkenberg von Force India im Fahrerlager. „Dort Schmerzen zu haben, ist nie besonders angenehm.“

Rippen könnten Lungen verletzen

Medienberichten zufolge soll Alonso bei dem Unfall, als er auf den Haas-Rennwagen von Esteban Gutierrez aufgefahren und sich überschlagen hatte, einer Verzögerung von 46 G ausgesetzt gewesen sein. „Es ist nicht wie ein gebrochener Arm oder ein gebrochenes Bein, aber es sind Schmerzen in der Brust“, betonte Alonso.

Die Gefahr, dass bei einem weiteren Unfall die Rippen womöglich die Lunge schwer verletzen könnten, ist einfach zu groß. Sich weiter schonen wollte Alonso allerdings nicht, er möchte seinem Team in Bahrain zur Seite stehen.

Im Cockpit des zweiten McLaren wird statt ihm nun der Belgier Stoffel Vandoorne Platz nehmen und sein Renndebüt geben.

apa/dpa

stol