Donnerstag, 26. Mai 2016

Bianchi ist tot: Seine Familie will nun die Formel 1 verklagen

Die Familie des im vergangenen Jahr an den Folgen seines schweren Unfalls im Oktober 2014 gestorbenen Jules Bianchi will die Formel-1-Verantwortlichen verklagen.

Rennfahrer Jules Bianchi ist im Juli 2015 gestorben.
Rennfahrer Jules Bianchi ist im Juli 2015 gestorben. - Foto: © APA/EPA

Ein entsprechendes Schreiben wurde dem Internationalen Automobilverband FIA, dem Rechteinhaber FOM von Bernie Ecclestone und dem ehemaligen Rennstall Marussia zugesandt. „Jules Bianchis Tod war vermeidbar“, sagte Anwalt Julian Chamberlayne in einem Statement auf der Kanzlei-Homepage von Stewarts Law.

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Bianchi krachte in einen Kran

Bianchi hatte bei seinem Unfall am 5. Oktober 2014 schwerste Kopfverletzungen erlitten. Der Franzose war gegen Ende des Großen Preises von Japan von der Strecke in Suzuka abgekommen und in einen Bergungskran mit seinem damaligen Marussia-Rennwagen gekracht. Neun Monate später war Bianchi am 17. Juli 2015 in einem Krankenhaus in Nizza gestorben.

Familie: Wollen Gerechtigkeit und Wahrheit

„Wir wollen Gerechtigkeit für Jules“, sagte sein Vater Philippe in dem Statement, „und wir wollen die Wahrheit herausfinden über die Entscheidungen, die zum Unfall unseres Sohnes beim Großen Preis von Japan 2014 geführt haben. Als Familie haben wir so viele unbeantwortete Fragen und fühlen, dass Jules Unfall und sein Tod hätten vermieden werden können, wenn eine Reihe von Fehlern nicht gemacht worden wären“.

dpa

stol