Freitag, 22. April 2016

Blatter: „Silencio“ mit Beckenbauer in WM-Affäre

Zwischen Joseph Blatter und Franz Beckenbauer herrscht angesichts unterschiedlicher Aussagen in der Affäre um die Fußball-WM 2006 laut dem früheren FIFA-Präsidenten selbst auferlegte Funkstille.

Sie sprechen nicht mehr miteinander, um nicht gegeneinander ausgespielt zu werden: Joseph Blatter und Franz Beckenbaur
Sie sprechen nicht mehr miteinander, um nicht gegeneinander ausgespielt zu werden: Joseph Blatter und Franz Beckenbaur - Foto: © APA/EPA

„Wir haben da entschieden, dass wir nicht miteinander kommunizieren, damit man uns nicht ausspielen kann“, sagte Blatter der Deutschen Presse-Agentur. „Also haben wir Silencio.“

Die Behauptung Beckenbauers, der Fußball-Weltverband habe im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 einen Vorschuss von zehn Millionen Franken für einen späteren WM-Bonus verlangt, wies Blatter erneut zurück.

Ein Vier-Augen-Gespräch, in dem der Schweizer gesagt habe, dass Deutschland sich wegen des Zuschusses mit der FIFA-Finanzkommission einigen solle, habe es nicht gegeben.

„Daran erinnere ich mich ganz sicher nicht“, betonte Blatter am Rande der Präsentation der von Thomas Renggli geschriebenen Biographie „Sepp Blatter Mission & Passion Fussball“.

dpa

stol