Gleich beim Auftakthöhepunkt am Sonntag in der Abfahrt (8.00 Uhr MEZ) zählt Miller gemeinsam mit dem Kärntner Matthias Mayer zu den schärfsten Herausforderern von Topfavorit Aksel Lund Svindal aus Norwegen.Von politischen Statements rund um Sotschi nimmt der 36-Jährige hingegen Abstand. „Olympia ist ganz sicher nicht der richtige Ort für politische Diskussionen. Olympia ist die Bühne der Sportler“, stellte Miller klar.Die Zeiten, in denen der US-Boy keine Gelegenheit ausgelassen hat, um deftige Wortspenden Richtung Organisationen wie dem IOC oder der FIS abzufeuern, sind also scheinbar endgültig vorbei."Ich bin bereit"Sportlich ist Miller hingegen nach langwierigen Knieproblemen und einer verpassten Saison 2012/13 wieder ganz der Alte. „Mein Ziel war, bis Olympia in Topform zu sein. Das habe ich geschafft, ich habe in all meinen Rennen eine Chance auf eine Medaille. Ich bin bereit“, sagte der Gewinner von jeweils fünf Olympia- und WM-Medaillen.Neben Abfahrt, Super-G, Super-Kombination und Riesentorlauf traut sich Miller also scheinbar sogar im Slalom (zwei Zielankünfte seit Olympia 2010) nach wie vor alles zu. Seine Slalom-Teilnahme ist allerdings noch nicht ganz fix.Im Olympia-Winter hat es Miller bis dato auf drei Stockerlplätze in drei verschiedenen Disziplinen (Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf) gebracht, auf einen Sieg wartet er hingegen weiter seit Dezember 2011.Olympia in Turin großteils in der Disco verbracht Nach Millers erster Olympia-Teilnahme 1998 in Nagano holte er 2002 in Salt Lake City Silber in Riesentorlauf und Kombination. Die Spiele 2006 in Turin verbrachte Miller dann zum Großteil in der „Discoteca Tabata“ in Sestriere und blieb ohne Medaille.Höchst erfolgreich war der Vierfach-Weltmeister aber 2010 in Vancouver: Gold in der Super-Kombi, Silber im Super-G, Bronze in der Abfahrt.Die Zeichen, dass sich die sportliche Karriere des Ehemanns der Beachvolleyballerin Morgan Miller-Beck und Vaters von zwei Kindern dem Ende zuneigt, sind sehr deutlich.Nach Platz zwei vor wenigen Wochen in Kitzbühel hatte Miller bitter enttäuscht gemeint, er habe seine wohl letzte Chance auf einen Abfahrtstriumph auf der Streif vergeben. Auch sein Wohnmobil, mit dem er durch die europäischen Weltcup-Ort tourt, soll im März verkauft werden.apa