Dabei hatte noch alles gut angefangen: Die beiden Führenden in der Damenwertung, Nathalie Schneitter und ihre gehörlose Teamkollegin Renate Telser, gingen die Fahrt über 110 Kilometer locker an und blieben mit dem zweitplatzierten Team Aspen bis zur Hälfte des Rennens gemeinsam an der Spitze des Rennens. Als der höchste Punkt der Etappe erreicht war, starteten Telser und Schneitter einen erfolgreichen Angriff und fuhren mit einem Vorsprung von über 15 Minuten auf ihre Konkurrentinnen in Richtung Ziel. Dann kam der Schock. Etwa 20 Kilometer vor Prince Albert stürzte ein Fahrer direkt vor Renate Telser, die nicht mehr ausweichen konnte, und stürzte.Schmerzgeplagt und nur mit Hilfe von Schneitter konnte Telser nach einiger Zeit das Rennen fortsetzen und sich ins Ziel durchkämpfen. Die beiden Fahrerinnen haben trotz des Unfall noch einen Vorsprung von etwas mehr als drei Minuten auf ihre Verfolgerinnen. Vor der 4. Etappe waren es über 60 Minuten. Renate Telser wurde nach dem Zieleinlauf vor Ort vom Tourarzt untersucht. Da es im Umkreis von Prince Albert kein Krankenhaus gibt, konnte nur eine provisorische Diagnose gestellt werden. Diese weist auf starke Rippenprellungen hin. Telser wird jetzt vom Physiotherapeuten versorgt und intensiv behandelt, um es auf der 5. Etappe noch einmal zu versuchen.