Dienstag, 21. Februar 2017

Champions League: 14 Treffer in 2 Partien

Atletico Madrid siegte bei Bayer Leverkusen 4:2. Und beim Torspektakel in Manchester setzte sich ManCity mit 5:3 gegen AS Monaco durch. Für den österreichischen Leverkusen-Verteidiger Aleksandar Dragovic war's ein Abend zum Vergessen. Dragovic mit Bayer.

Rabenschwarzer Tag für Aleksandar Dragovic: Der österreichische Nationalspieler war an 3 Gegentreffern mitschuld.
Rabenschwarzer Tag für Aleksandar Dragovic: Der österreichische Nationalspieler war an 3 Gegentreffern mitschuld. - Foto: © APA/AFP

Atletico Madrid steht mit eineinhalb Beinen im Viertelfinale der Champions League. Der Finalist des Vorjahres entschied am Dienstagabend das Achtelfinal-Hinspiel bei Bayer Leverkusen mit 4:2 (2:0) für sich und kann damit beruhigt ins Retourspiel in drei Wochen gehen.

Der Bundesligist machte zwar das Spiel, stellte sich bei den Gegenstößen aber fehlerhaft an. Vor allem Aleksandar Dragovic. Vor dem 0:2 fabrizierte der Österreicher einen Querschläger in den Lauf von Kevin Gameiro. Der Franzose bediente Landsmann Antoine Griezmann, der keine Probleme hatte (25.).

Atletico hatte durch Saul Niguez (17.) bereits zuvor das wichtige Auswärtstor erzielt. Der Mittelfeldmann schlenzte den Ball gekonnt an Dragovic und Bayer-Schlussmann Bernd Leno vorbei ins lange Eck.

Leverkusen schöpfte Hoffnung, nachdem Karim Bellarabi die Elf von Ex-Salzburg-Coach Roger Schmidt fast unmittelbar nach der Pause heran gebracht hatte. Einen Abend zum Vergessen für Dragovic komplett machte ein Elfervergehen des Wieners. Der Innenverteidiger ließ sich von Gameiro düpieren und riss den Angreifer zu Boden, der Gefoulte selbst verwertete (59.).

Nach einem Eigentor von Stefan Savic (68.) kamen die Leverkusener zwar noch einmal auf, der eingewechselte Fernando Torres bestrafte aber eine weitere Nachlässigkeit in der Leverkusener Hintermannschaft. Leverkusen droht damit zum fünften Mal seit der Einführung dieser Bewerbsphase das Aus im Achtelfinale. Gegen Atletico war man 2015 im Elfmeterschießen gescheitert.

8 Tore in Manchester

Ein Torspektakel der Extraklasse bot sich indes bei Manchester Citys 5:3-(1:2)-Heimsieg gegen Monaco.

Die Monegassen zeigten dabei, warum sie derzeit in der Ligue 1 am Status von Serienmeister Paris St. Germain rütteln. Die Torfabrik aus dem Fürstentum (76 Ligatreffer in 26 Spielen) startete forsch. Im ersten Duell der beiden Clubs ging es insgesamt ab der ersten Minute offensiv voll zur Sache. In Führung gingen die Hausherren: Leroy Sane bediente nach einem energischen Vorstoß den mitgelaufenen Raheem Sterling (26.).

Monaco ließ sich für die Antwort nicht lange Zeit, profitierte dabei vom unsicheren City-Torhüter Willy Caballero. Der fabrizierte nicht seinen ersten Fehlabschlag, Radamel Falcao verwertete eine Hereingabe von rechts per Flugkopfball (32.). Für den 31-jährigen Kapitän war es eine spezielle Genugtuung, hatte er auf der Insel bei Manchester United und Chelsea doch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

City haderte mit dem spanischen Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz, der anstelle eines Elfmeters eine Schwalbe von Sergio Aguero sah. Selbst Monacos Spieler schienen von der Entscheidung des Unparteiischen überrascht. Doch für die „Citizens“ kam es noch schlimmer. Ein Freistoß in den Lauf von Jungstar Kylian Mbappe genügte, der 18-Jährige hämmerte den Ball unter die Latte (40.).

Das Spektakel im City of Manchester Stadium ging auch nach Seitenwechsel weiter. Falcao scheiterte zunächst mit einem schwach geschossenen Foul-Elfmeter an Caballero (50.), acht Minuten später traf Aguero unter kräftiger fremder Mithilfe zum Ausgleich. Monacos Torhüter Danijel Subasic glitt der Schuss des Argentiniers durch die Hände (58.). Es folgte ein weiterer großer Auftritt von Falcao.

Bei einem Konter auf die Reise geschickt, ließ der Kolumbianer Englands Internationalen John Stones stehen und lupfte den Ball über Caballero hinweg ins Netz (61.). Doch dabei blieb es in einem Offensivspektakel nicht. Aguero traf nach einem Eckball volley zum 3:3 (71.) – dieses Mal offenbarte Monacos Abwehr Steigerungspotenzial. Ein weiterer Eckball bescherte City das 4:3 durch Stones (77.), ehe City-Trainer Pep Guardiola noch das fünfte Tor seine Elf durch Sane (82.) bejubeln durfte.

Am Mittwoch Juve in Porto

Vervollständigt werden die Achtelfinal-Hinspiele am Mittwoch mit den Partien FC Porto–Juventus Turin und FC Sevilla–Leicester City.

Vergangene Woche hatte es 4 großteils deutliche Heimsiege gegeben, und zwar: Paris St. Germain-FC Barcelona 4:0, Benfica Lissabon-Borussia Dortmund 1:0, FC Bayern München-Arsenal London 5:1 und Real Madrid-Napoli 3:1.

dpa/apa 

stol