Dienstag, 15. September 2015

Champions League: Die Jagd auf "Barca" ist eröffnet

Mit den üblichen Verdächtigen als Titelkandidaten startet am Dienstagabend die 24. Ausgabe der Champions League in die neue Saison. Der FC Barcelona wird dabei erneut versuchen, als erster Club in der Geschichte der Fußball-Königsklasse im Mai 2016 im Finale im Mailänder San Siro die Titelverteidigung zu schaffen. Mit Astana, Gladbach und Gent sind auch drei Debütanten im Rennen.

Die "Blaugrana", die Blauroten des FC Barcelona, starten als Titelverteidiger in die Champions League.
Die "Blaugrana", die Blauroten des FC Barcelona, starten als Titelverteidiger in die Champions League. - Foto: © LaPresse

Der FC Bayern gilt als einer der schärfsten Herausforderer von Barcelona. Real Madrid unter Neo-Trainer Rafael Benitez sowie die englischen Spitzenclubs aus Manchester und London werden ebenfalls hoch gehandelt. Die Ambitionen auf Europas Fußball-Thron will auch Paris St. Germain untermauern.

12 Mio. Euro Antrittsprämie für jeden der 32 Klubs

Finanziell spielt die Champions League weiter in einer eigenen Liga. Bis 2018 schüttet die UEFA insgesamt Prämien von 1,257 Milliarden Euro aus. Alle 32 Starter können fix mit 12 Millionen Euro Antrittsprämie kalkulieren und damit 3,4 mehr als in der Vorsaison. Jeder Sieg in den sechs Gruppenspielen bringt weitere 1,5 Millionen, jedes Remis 500.000 Euro. Dazu kommen Einnahmen aus dem Marktpool und Ticketverkauf.

Nicht verwunderlich ist deshalb, dass die Creme de la Creme des europäischen Vereinsfußballs auch dieses Jahr fast gänzlich unter sich bleibt. Barcelona, Real, der FC Porto und Manchester United gehen zum insgesamt 20. Mal an den Start. Die Bayern sind zum 19. Mal dabei. Die drei Premierengäste sind Borussia Mönchengladbach, KAA Gent sowie der FC Astana als erster kasachischer Teilnehmer.

ManCity gegen Juve ist der Dienstag-Schlager 

Der Auftaktschlager findet in Manchester statt. City empfängt mit Juventus Turin (20.45 Uhr/live SRF zwei) den miserabel in die Saison gestarteten Finalisten der Vorsaison. Bei den national noch sieglosen Italienern fehlt außerdem Nationalspieler Claudio Marchisio aufgrund einer Adduktorenverletzung. City hält nach fünf Ligarunden hingegen bei fünf Siegen und 11:0 Toren.

„Wir hatten eine hervorragende Vorbereitung und sind großartig in die Premier League gestartet. Ich denke, mit uns ist diese Saison zu rechnen“, betonte der vor der Partie angeschlagene City-Stürmer Sergio Aguero. Bei Juventus forderte Trainer Massimiliano Allegri Geduld mit seinem nach den Abgängen von Andrea Pirlo, Carlos Tevez und Arturo Vidal im Sommer veränderten Team ein: „Wir müssen weiter positiv denken. Wir wussten, dass diese Saison schwieriger wird.“

Im Parallelspiel der Gruppe D trifft Europa-League-Sieger FC Sevilla auf Gladbach, das ohne den österreichischen Legionär und Kapitän Martin Stranzl nach dessen Augenhöhlenbruch auskommen muss.

Cristiano Ronaldo im Torrausch

Während Barcelona erst Mittwoch in Rom im Einsatz ist, bekommt es Real zum Start zu Hause mit Schachtar Donezk zu tun. Die Ukrainer werden sich auf einen vor Selbstvertrauen strotzenden Cristiano Ronaldo einstellen können. Der Portugiese traf am Wochenende beim 6:0 gegen Espanyol fünfmal und wird auch im Duell der Torjäger mit Lionel Messi vorlegen wollen. In der „ewigen Torschützenliste“ der Champions League halten die beiden Superstars bei je 77 Treffern.

In Paris steht indes Zlatan Ibrahimovic im Scheinwerferlicht. Der PSG-Star trifft auf seinen ehemaligen Jugendverein Malmö FF, den er als 20-Jähriger Richtung Ajax Amsterdam verließ. Als nun 33-Jähriger will der in Malmö geborene Ibrahimovic Frankreichs Meister zur möglichen Champions-League-Trophäe schießen.

Manchester United gastiert zum Auftakt in Eindhoven. Die Engländer wollen nach ihrer einjährigen Zwangspause mit einem vollen Erfolg in die Königsklasse zurückkehren. Beim PSV sitzt mit Phillip Cocu ein ehemaliger Schützling von United-Coach Louis van Gaal am Trainersessel. Im zweiten Spiel der Gruppe B trifft Wolfsburg auf ZSKA Moskau.

6000 km Anreise für Debütant Astana

Den wenigsten Flair weist indes die Gruppe C vor. Die vom kasachischen Staatsfonds Samruk-Kazyna finanzierte Mannschaft aus Astana trifft bei ihrem CL-Debüt in Lissabon auf Benfica. Bei der Anreise hatten die Gäste 6.000 Kilometer Luftlinie hinter sich zu bringen. Galatasaray und Atletico Madrid kämpfen in dieser Gruppe ebenfalls um den Aufstieg in die K.o.-Phase.

apa

stol