Samstag, 02. April 2016

Das Lügen der Regierung hinter dem Schein der schnellen Autos

Amnesty International hat unmittelbar vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain einen Appell an die Herrscher des Königreichs gerichtet.

Hinter dem Leuchten des Großen Preises von Bahrain verbirgt sich eine schattige Welt, warnt Amnesty International.
Hinter dem Leuchten des Großen Preises von Bahrain verbirgt sich eine schattige Welt, warnt Amnesty International. - Foto: © LaPresse

Die Menschenrechtsorganisation forderte, politische Gefangene freizulassen, die lediglich friedlich ihre Meinung zum Ausdruck gebracht hätten. Zudem müsse die Bedrohung von Aktivisten, die sich politisch und für Menschenrechte einsetzen würden, ein Ende haben.

„Hinter den schnellen Autos und den Siegerrunden lügt eine Regierung, die den Würgegriff bei jedem Rest von Meinungsverschiedenheit verstärkt“, sagte James Lynch, der bei Amnesty International Stellvertretender Direktor für den Mittleren Osten und Nordafrika ist.

Die „alarmierende Erosion der Menschenrechte“ in Bahrain in den vergangenen Jahren bedeute, dass jeder, der es wage, die Autoritäten zu kritisieren, ernsthafte Strafen riskiere.

Grand Prix von Bahrain stets von Kritik begleitet

Von Kritik an der Situation in dem Königreich ist der Grand Prix in der Wüste praktisch jedes Jahr begleitet. An diesem Wochenende würden die Verantwortlichen von Bahrain wie in den Jahren zuvor den Großen Preis wieder dazu nutzen, das Land als eines darzustellen, das offen ist, auch für Reformen. „Das ist aber weit weg von der Realität“, hieß es in dem Statement von Amnesty.

dpa 

stol