Montag, 02. November 2015

Der Fußball-Chef hat "nur privat" antisemitische Parolen verbreitet

Juden und Homosexuelle solle man von ihm fernhalten, so die Aussage: Italiens umstrittener Fußball-Verbandspräsident Carlo Tavecchio will sich nun gegen die heftige Kritik auf seine Worte wehen. Diese Aussagen seien im privaten Kontext gefallen, sagt er zu seiner "Verteidigung".

FIGC-Chef Tavecchio wehrt sich auf seine Art gegen Antisemitismus-Vorwürfe.
FIGC-Chef Tavecchio wehrt sich auf seine Art gegen Antisemitismus-Vorwürfe.

Wenn man die Aufnahme unvoreingenommen betrachte, sei klar, dass es sich um „Rachemaßnahmen“ handle, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung Tavecchios.

Zuvor hatte die Zeitung „Corriere della Sera“ eine Aufnahme veröffentlicht, wonach der 72-Jährige im Juni gesagt haben soll, man möge Juden („Es ist besser, sie sich vom Leib zu halten“) und Homosexuelle von ihm fernhalten (STOL hat berichtet).

Es habe sich um ein privates Treffen gehandelt und die Aufzeichnung sei gegen seinen Willen geschehen, sagte Tavecchio.

Tavecchio hatte bereits 2014 mit Äußerungen über vermeintlich Bananen essende ausländische Profis für Empörung gesorgt. Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI), Giovanni Malago, kritisierte die jüngsten Aussagen als „indiskutabel“.

apa

stol