Montag, 16. Januar 2017

Der Lenker fürs Weltmeisterauto ist gefunden

Valtteri Bottas tritt bei Mercedes das Erbe von Nico Rosberg an. Das Formel-1-Team holt den Finnen als neuen Teamkollegen für Lewis Hamilton.

Das neue Mercedes-Team: Bottas (links) und Hamilton (rechts)
Das neue Mercedes-Team: Bottas (links) und Hamilton (rechts) - Foto: © LaPresse

Die Hängepartie um den Nachfolger des zurückgetretenen Formel-1-Weltmeisters Nico Rosberg ist beendet. Mercedes setzt in der neuen Saison auf den Finnen Valtteri Bottas.

Der 27-Jährige erhielt am Montag nach wochenlangem Poker vom Rivalen Williams die Freigabe für einen Wechsel zu den Silberpfeilen. Das Cockpit von Bottas übernimmt in der neuen Saison der Brasilianer Felipe Massa, der eigentlich am Ende des Vorjahres bereits seine Karriere beendet hatte. Das teilte Williams am Montag mit.

Durch den völlig unerwarteten Rücktritt von Rosberg kurz nach seinem ersten Titelgewinn in der Vorsaison war Mercedes gewaltig unter Druck geraten, da alle Top-Piloten bereits bei anderen Rennställen gebunden waren. Bottas, der für 2017 eigentlich noch bei Williams im Wort stand, erhielt den Vorzug vor Mercedes-Talent Pascal Wehrlein.

In 77 GPs 9 Mal auf dem Podium

Für Bottas sprach seine Erfahrung von 77 Grand Prix, in denen er es neunmal auf das Podium schaffte. In seinen vier Jahren in der Königsklasse hat der Finne nachgewiesen, dass er es mit der Spitze aufnehmen kann.

Mercedes hatte als wichtigen Faktor bei der Fahrerwahl genannt, dass der Neuzugang möglichst sofort den britischen Silberpfeil-Star Lewis Hamilton auf Augenhöhe zu Höchstleistungen treiben soll, wie es zuvor Rosberg getan hatte.

In den Verhandlungen mit Williams konnte Mercedes den englischen Konkurrenten dem Vernehmen nach mit einem deutlichen Preisnachlass für die Kundenmotoren überzeugen. Zwar war Bottas bei Williams als Lehrmeister für den 18 Jahre alten Neuzugang Lance Stroll aus Kanada eingeplant. Diese Rolle wird nun aber der Brasilianer Massa übernehmen. Der 35-Jährige ließ sich das Angebot nicht entgehen und verschiebt seine Rente nochmals für eine Saison.

dpa

stol