Mittwoch, 02. November 2016

Der Neustart: Alex Schwazer ist jetzt Personal Coach

Einmal einen Marathon laufen. Agiler sein. In Form kommen. Wer solche oder ähnliche Ziele verfolgt, dem wirft das Netz seit Kurzem einen neuen Namen vor die Füße: Alex Schwazer, Personal Coach.

Aus dem Scheinwerferlicht in den Hintergrund: Alex Schwazer erfindet sich neu. Der 31-Jährige versucht sich nun als Privattrainer.
Aus dem Scheinwerferlicht in den Hintergrund: Alex Schwazer erfindet sich neu. Der 31-Jährige versucht sich nun als Privattrainer. - Foto: © LaPresse

Er sei weder Arzt, noch sei er Ernährungsberater. Nahrungsergänzungsmittel oder Ernährungspläne seien bei ihm nicht zu holen. „Es ist es vielmehr mein Ziel, meine Erfahrung als ehemaliger Sportler, welcher während seiner gesamten Karriere, zusammen mit seinen jeweiligen Trainern, sein Training selbst gestaltet und niemals blind sein Trainingsprogramm abgespult hat, in Euer Vorbereitungsprogramm einfließen zu lassen und Euch damit zu einem Leistungssprung zu verhelfen“, steht auf seiner Website.

Alex Schwazer, 31, ist wieder da. Am Mittwoch meldete er sich im Netz zurück. Was er zu sagen hat, passt nicht auf eine Startseite, es ist kein Up-Date, kein neuer Eintrag in der Sektion „News“. Alex Schwazer wagt den Neustart, einen neuen Abschnitt im Leben, ein neues Leben. Die Seite www.schwazer-coaching.com ist seit wenigen Stunden online. Die Seite www.alexschwazer.com  schweigt seit 1. August. „Il 6 Agosto parto per Rio.“ Sein letzter Eintrag.

Alex Schwazer fuhr zwar nach Rio. Doch anstatt bei den Olympischen Sommerspielen an den Start zu gehen, begrub er dort wohl endgültig seine Karriere als Weltklasse-Geher. Am 10. August entschied der Internationale Sportgerichtshof: Alex Schwazer wird 8 Jahre gesperrt. In seiner Urinprobe vom 1. Januar war synthetisches Testosteron nachgewiesen worden.

Eine neue Website, ein neues Leben. - Foto: Screenshot/schwazer-coaching.com

 

Der Sport, nur der Sport

Schwazer, wie er sich nun im Internet präsentiert, ist kein Geher mehr. Er ist Personal Coach. Einer, der individuelles Trainingsprogramm bietet. Einer, der das Training anpasst. Einer, der auf das Befinden der Kunden achtet.

Bereits in einem Interview mit der Corriere-Beilage „Sette“ kündigte Schwazer vergangene Woche an, er wolle Training für Amateure anbieten (STOL hat berichtet). Er habe bereits in Innsbruck als Kellner gejobbt, erzählte Schwazer, in Salzburg eine Sportausbildung besucht, ein Wirtschaftsstudium begonnen – und nicht abgeschlossen. „Es ist sinnlos, in der Schule hatte ich schon immer meine Schwierigkeiten“, erinnerte er sich. „Mir gefällt der Sport.“

Mit seinem Coaching Projekt wagt Schwazer nun erste Schritte ins neue Berufsleben. „Ich muss Geld für meine Familie verdienen“, sagte er „Sette“. Seine Freundin Kathrin und er erwarten im März Nachwuchs. Schwazer-coaching.com wurde mit einem kostenlosen Tool eingerichtet.

stol

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