Für Christof Innerhofer aus Gais sind die olympischen Winterspiele in Sotschi nicht irgendwelche Spiele. Es sind seine Spiele. Zwei Mal ist Inner bisher an den Start gegangen – zwei Mal endete das Rennen mit Edelmetall.Nach Silber in der Abfahrt und Bronze im Kombinationsbewerb will Innerhofer nun beim Super-G am Sonntag aufzeigen. Vor drei Jahren hatte sich der Pusterer in dieser Disziplin zum Weltmeister in Garmisch-Patenkirchen gekrönt: „Winnerhofer“ war geboren. Nun will er nochmal zuschlagen.„Gazzetta“ erkennt „spezielles Leuchten“ in Inners Augen„Er sagt, seine Muskeln und auch sein Rücken werden wohl nicht in der Lage sein, sich bis zum Super-G richtig zu regenerieren“, schreibt die „Gazzetta dello Sport“ am Samstag online.„Aber tief in seinen Augen glänzt dieses eine Licht, dass sich nur in den ganz besonderen Momenten eines Lebens oder einer Karriere entzünden kann.“„Bahn frei für Innerhofer.“Der technisch anspruchsvolle obere Streckenabschnitt der Rosa Khutor falle für den Super-G zwar weg. Und vieles hänge auch von der Kurssetzung des Schweizers Morisod und einer guten Startnummer ab, so die „Gazzetta“. Doch: „Hier kann man nicht herausfinden, welcher Teil der Piste schlussendlich den Unterschied macht. Die Schnelligkeit muss man selbst erfinden.“Es gehe um Intuition und um die Fähigkeit, die eigenen Ängste hinzuhalten. Voll auf sich selbst und sein Können zu vertrauen. „Bahn frei für Innerhofer. Wer, wenn nicht er, kann auf sein Können vertrauen?“Fill und Heel laut „Gazzetta“ mit Außenseiter-ChancenDie größten Konkurrenten im Kampf um die Medaillen sieht die „Gazzetta“ im Norweger Aksel Lund Svindal, im US-Chaos-Boy Bode Miller und dem Schweizer Patrick Küng. Auch auf Abfahrts-Olympia-Sieger Matthias Mayer müsse man achten, dazu noch auf Kjetil Jansrud und Adrien Theaux.Den weiteren Südtiroler Olympia-Startern teilt die „Gazzetta“ ebenso Chancen zu: Während Dominik Paris noch ein wenig darauf warten müsse, bis er auch im Super-G „explodiert“, hätten Peter Fill und Werner Heel heute schon die technischen Fertigkeiten. „Sie müssen nur verstehen, dass ein Olympia-Rennen ein besonderes Ereignis ist, bei dem sich nur der hervortut, der mehr als alles geben kann.“pg