Donnerstag, 07. Juli 2016

Der Weltmeister ist raus! Frankreich steht im EM-Finale

Der Lauf des Gastgebers bei der Fußball-Europameisterschaft geht weiter. In einem packenden Spiel im Marseille besiegte Frankreich am Donnerstag im Halbfinale Weltmeister Deutschland mit 2:0 (1:0) und steht damit zum dritten Mal in einem EM-Finale.

Frankreich steht mit seinem zweifachen Torschützen Griezmann (rechts) im EM-Finale.
Frankreich steht mit seinem zweifachen Torschützen Griezmann (rechts) im EM-Finale. - Foto: © APA/AFP

Zum Matchwinner avancierte Toptorschütze Antoine Griezmann, der beide Tore besorgte. Im Finale wartet am Sonntag in Saint-Denis Portugal. Die „Equipe tricolore“ hat dann die Chance, bei der dritten Endrunde im eigenen Land in Folge den Titel zu holen.

Sowohl bei der Europameisterschaft 1984 als auch bei der WM 1998 hieß der Sieger Frankreich. Die Nationalmannschaft geht am Wochenende in das insgesamt fünfte Endspiel bei einem großen Turnier.

Schweinsteiger nimmt die Hand: Griezmann zur Stelle

Die Franzosen begannen das zweite Halbfinale mit einem zehnminütigem Sturmlauf, ließen Deutschland dann aber die meiste Zeit nach Belieben schalten und walten. Dennoch gingen „Les Bleus“ dank eines von Bastian Schweinsteiger verursachten Hand-Elfmeters unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff in Front. Griezmann erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit seinen fünften Treffer bei dem Turnier.

Griezmann schlägt noch einmal zu

Während Deutschland in der zweiten Hälfte alles nach vorne warf, besorgte Griezmann in der 72. Minute nach einem Fehler von Joshua Kimmich das 2:0. Diese Führung verteidigte Frankreich bis zum Schluss.

Neue Gesichter in der DFB-Elf

DFB-Coach Joachim Löw hatte mit seiner Aufstellung einige überrascht, indem er im Mittelfeld Kapitän Schweinsteiger und Liverpool-Legionär Emre Can aufbot, der damit zu seinem EM-Debüt kam. Anstelle des verletzten Mario Gomez agierte Bayern-Offensivkraft Thomas Müller als zentrale Spitze. In der Abwehr rückte Benedikt Höwedes auf den Platz von Mats Hummels, der im Viertelfinale gegen Italien seine zweite Gelbe Karte gesehen hatte.

Sein Gegenüber Didier Deschamps vertraute der beim 5:2 gegen Island so erfolgreichen Formation und setzte damit in der Innenverteidigung wieder auf den 22-jährigen Neo-Barcelona-Akteur Samuel Umtiti. Im rechten Mittelfeld spielte Moussa Sissoko, die zuletzt gesperrt gewesenen N'Golo Kante und Adil Rami mussten auf der Bank Platz nehmen.

apa

stol