Samstag, 17. Oktober 2015

DFB-Präsident: „Die WM war nicht gekauft“

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland energisch bestritten.

Wolfgang Niersbach
Wolfgang Niersbach - Foto: © APA/EPA

„Ich kann versichern, dass es im Zusammenhang mit der Bewerbung und Vergabe der WM 2006 definitiv keine Schwarzen Kassen beim DFB, dem Bewerbungskomitee noch dem späteren Organisationskomitee gegeben hat“, sagte Niersbach und wies die in einem Artikel des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ erhobenen Vorwürfe am Samstag zurück.

Es habe auch keinen Stimmenkauf gegeben, versicherte er in einem Interview auf der Verbandsseite. „Ganz sicher nicht. Das kann ich allen Fußball-Fans versichern“, sagte ergänzte der DFB-Chef und betonte: „Nochmal: die WM war nicht gekauft.“

„Lückenlose Aufklärung“

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kündigte zudem eine zügige Aufarbeitung der brisanten Angelegenheit an. „In einer Telefonkonferenz hat unser gesamtes DFB-Präsidium am Freitag zum Ausdruck gebracht, dass wir alle offenen Fragen schnell beantworten müssen und uns gemeinsam für eine lückenlose Aufklärung einsetzen“, erklärte Niersbach.

Die Ungereimtheiten rund um eine Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro an den Fußball-Weltverband (FIFA) aus dem Jahr 2005 würden derzeit bereits intern vom Kontrollausschuss sowie extern von der internationalen Wirtschaftskanzlei Freshfields-Bruckhaus-Deringer untersucht. „Das Ergebnis der laufenden Prüfungen ist offen, aber ich kann aufgrund der zeitlichen Abläufe dieses Zahlungs-Vorgangs schon jetzt definitiv ausschließen, dass die Zahlung in Zusammenhang mit der WM-Vergabe im Jahr 2000 steht“, versicherte Niersbach.

dpa

stol