Niemand habe von seinen Taten gewusst, auch Kostner nicht. Er habe die Eiskunstläuferin tagtäglich anlügen müssen. „Das war sehr schwer“, so Schwazer.Der 27-Jährige schlägt seine Hände vor das Gesicht, Tränen schießen ihm in die Augen. Seine Freundin habe „wirklich nichts" von seinen Machenschaften gewusst.Es sei nicht leicht gewesen, sie zu belügen, ihr zu sagen, dass er nur Vitamine zu sich nehme. Er habe die Dopingmittel in einer anderen Verpackung im Kühlschrank aufbewahrt, so Schwazer.„Ich verteidige sie“, so der Geher, „sie wusste nichts. Carolina hat ihr eigenes Programm.“„Sie ist eine phantastische Person“Er bestehe keinerlei Rivalität zwischen ihm und seiner Freundin, beteuerte Schwazer auf Nachfrage der Journalisten.Als der positive Drogentest bekannt wurde, sei sie ihm zur Seite gestanden. „Sie ist eine phantastische Person, sie hat mich nicht eine Minute alleine gelassen.“Als erstes habe er Carolina von dem Doping-Ergebnis erzählt, dann seinen Eltern. Sie habe zu ihm gesagt, dass es ihr leid um ihn tue, „ich hätte so etwas nicht nötig gehabt.“Kostner habe ihm zu verstehen gegeben, dass ohne Doping eben ein anderer gewonnen, er vielleicht nur den zehnten Platz erreicht hätte. „Es wäre nichts passiert.“ Doch Schwazer ist überzeugt: „Dann wären alle enttäuscht von mir gewesen.“Problem war 20-Kilometer-Lauf„Ich wollte um jeden Preis alle Rennen schaffen“, so Schwazer auf der Pressekonferenz. Er sei überzeugt davon, dass er das 50-Kilometer-Rennen gewinnen hätte können – „auch ohne Doping“. Sein Problem sei der 20-Kilometer-Wettbewerb gewesen. „Heute kann ich sagen: Es hätte gereicht, nur das 50-Kilometer-Rennen zu bestreiten und in Form zu sein.“ba