Er sei selbst für das Doping verantwortlich, habe alles selbst gemacht, wiederholte Alex Schwazer am Dienstagabend im Interview mit dem Tg1 (siehe eigener Artikel). Das Dopingmittel Epo habe er im Internet bestellt und es sich dann in Oberstdorf Mitte Juli alleine gespritzt.„Ich habe nicht Medizin studiert, aber über das Internet kann man sich informieren“, so der 27-Jährige im Tg1.Doch der Sportler ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Denn der Name des Olympiasiegers von 2008 finde sich im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Sportarzt Michele Ferrari in Akten und Unterlagen von Interpol und der WADA, schreibt die „Gazzetta dello Sport“ (siehe eigener Artikel).Gegen den Arzt ermittelt die Staatsanwaltschaft von Padua wegen Sportbetrugs. Schwazer wurde noch nicht ins Ermittlungsregister aufgenommen, dies könnte sich aber bald ändern.Der Dopingvorwurf könnte rechtliche Konsequenzen haben: Doping wird mit einer Haftstrafe von drei Monaten bis zu drei Jahren und einer Geldbuße geahndet.Falls bewiesen wird, dass sich Schwazer das Dopingmittel Epo in Deutschland gespritzt hat, könnte aber – wegen der territorialen Zuständigkeit – auch die Bozner Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen.Zu guter Letzt dürfte sich auch die Militärstaatsanwaltschaft für Schwazer interessieren. Schließlich gehört er den Carabinieri an.stol