Samstag, 10. Juni 2017

Dramatisches Remis im Briten-Duell

Späte Tore und Dramatik in der WM-Qualifikation. England gibt erst den Sieg gegen Schottland aus der Hand und schafft dann mit Glück und Geschick noch ein Remis. Auch der deutsche Gruppengegner Nordirland ist ein Last-Minute-Experte und hofft auf Platz zwei.

Schottlands Leigh Grifiths feiert sein zweites Tor.
Schottlands Leigh Grifiths feiert sein zweites Tor. - Foto: © APA/AFP

Welch ein Drama im Briten-Duell: Mit einem Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit hat Harry Kane die Three Lions vor einer bitteren Niederlage bei Erzrivale Schottland bewahrt. Englands Top-Stürmer erzielte im Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 2018 am Samstag das Tor zum 2:2 (0:0). Die Schotten hatten kurz zuvor durch zwei Freistoßtore von Leigh Griffiths (87./90. Minute) zunächst das Blatt gewendet. Alex Oxlade-Chamberlain hatte in der 70. Minute den englischen Führungstreffer erzielt. Die Auswahl von Trainer Gareth Southgate musste in der Gruppe F ihre ersten Gegentore hinnehmen, verteidigte aber mit 14 Zählern den Spitzenrang. Die Schotten haben als Vierter kaum noch Chancen auf das WM-Ticket.

Iren kratzen die Kurze knapp

Auch Deutschlands Gruppengegner Nordirland zeigte sich als Last-Minute-Experte und kann sich weiter Hoffnungen auf die erste WM-Qualifikation seit 1986 machen. Das Team von Trainer Michael O'Neil gewann am Samstag in Aserbaidschan durch einen Treffer von Stuart Dallas in der Nachspielzeit mit 1:0 (0:0). Damit bauten die lange Zeit überlegenen Nordiren im Tofik-Bachramov-Stadion von Baku im Kampf um Platz zwei in der Gruppe C hinter der DFB-Auswahl ihren Vorsprung auf Verfolger Aserbaidschan auf sechs Punkte aus. Mit nun 13 Punkten aus sechs Spielen ist Nordirland Zweiter vor Tschechien (8), das am Abend noch in Norwegen punkten konnte.

Sieg für Dänemark

Dänemark schaffte in Kasachstan einen wichtigen Auswärtssieg. Vier Tage nach dem 1:1 im Test gegen Deutschland kamen die Dänen in Astana zu einem 3:1 (1:0). Nicolai Jörgensen (27.), Christian Eriksen (51./Elfmeter) und Kasper Dolberg (81.) erzielten die Tore für die Gäste. Kasachstan kam durch Islambek Kuat (76.) nur zum zwischenzeitlichen Anschlusstor. Hinter Spitzenreiter Polen haben die Dänen nun die beste Ausgangsposition auf Platz zwei, der für die Teilnahme an der Playoffrunde reichen würde.

In Glasgow sahen die Fans kein hochklassiges Spiel. England war spielerisch besser, konnte aber lange kein Kapital aus der Überlegenheit schlagen. Oxlade-Chamberlaine setzte sich dann aber kraftvoll durch und erzielte die Führung. Packend wurde es erst kurz vor Schluss, als Griffiths eiskalt zweimal aus zentraler Position per Freistoß einschoss. Der erste schottische Sieg gegen den Erzrivalen in diesem Jahrtausend und der ersten Heimerfolg seit 1985 war greifbar nah, doch Kane gelang noch der Ausgleichstreffer.

dpa

stol