Johannes Dürr wurde bei einer Trainingskontrolle Obertilliach in Osttirol positiv auf EPO getestet. Der österreichische Langläufer ist mit einer Südtirolerin verheiratet und lebt seit dem Vorjahr mit ihr und dem gemeinsamen Kind in Antholz.ÖSV-Verantwortliche schwer enttäuschtDie rot-weiß-rote Mannschaft musste wieder einmal einen Doping-Tiefschlag verdauen, der Langlaufchef Markus Gandler offenbar schwer zusetzte.Der Teamleiter lief eine halbe Stunde vor dem Start des 50 km-Bewerbes mit betroffener Miene durch das Containerdorf in Krasnaja Poljana auf 1.500 m Seehöhe.„Ich kann nur sagen, dass ich derzeit noch nichts sagen kann“, war das Einzige, was dem auch schon beim Dopingskandal in Turin als Sportdirektor aktiven Tiroler vor dem Rennen zu entlocken war.Gandler wirkte sichtlich gezeichnet von der Enttäuschung, die ihn sein größter Hoffnungsträger wenige Stunden zuvor versetzt hatte.Er werde sich aber nach dem Bewerb „gerne“ zu den Vorfällen äußern. Das sei mannschaftsintern so abgesprochen. Dementsprechend gaben auch die anderen Betreuer keinen Kommentar ab, aber auch ihnen war der Schock der vergangenen Nacht ins Gesicht geschrieben.Diese war nicht nur für Gandler und Co., sondern auch für Dürrs Zimmerkollegen Bernhard Tritscher eine kurze gewesen.Der Salzburger verblieb nach dem Doping-Out seines Trainingspartners der einzige verbliebene österreichische Teilnehmer am Skatingmarathon.Der vor einer schweren sportlichen Prüfung stehende Tritscher hatte sich gemeinsam mit Dürr in Obertilliach auf den Abschlussbewerb vorbereitet. Dort fand am 16. Februar auch die verhängnisvolle Dopingkontrolle statt.apa/stol