Dienstag, 09. Januar 2018

Eiskunstlauf-Paar aus Nordkorea hofft auf Teilnahme

Vor 4 Monaten sicherte sich das Eiskunstlauf-Paar Ryom Tae-ok und Kim Ju-sik den ersten und bisher einzigen nationalen Quotenplatz Nordkoreas für die Olympischen Winterspiele. Ein 6. Platz in Oberstdorf reichte für die Qualifikation. Wie es nach der politischen Annäherung nun aussieht, dürfen Ryom/Kim am 14. Februar im Nachbarland ihr Kurzprogramm und am Tag darauf ihre Kür präsentieren.

Die nordkoreanische Paarung Ryom Tae-ok und Kim Ju-sik hat die Quali bereits geschafft. - Foto: APA (AFP)
Die nordkoreanische Paarung Ryom Tae-ok und Kim Ju-sik hat die Quali bereits geschafft. - Foto: APA (AFP)

Das Starterfeld für die Paarlaufkonkurrenz in Pyeongchang sollte ursprünglich auf 20 Duos begrenzt sein, eine Wildcard für die nicht qualifizierten südkoreanischen Läufer kommt hinzu. Nordkorea ließ allerdings die Meldefrist für Ryom und Kim verstreichen, woraufhin ein japanisches Duo nachrückte. Nach einem Signal des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das Feld für sie offenzuhalten, könnte es nun 22 Duos geben.

Damit gäbe es sechs Startgruppen - eine mehr als normalerweise. „Der Wettbewerb wird etwas länger dauern, aber das haben wir schon so gerechnet”, sagte Peter Krick, technischer Delegierter für Eiskunstlauf bei den Olympischen Spielen, am Dienstag. Auch Miriam Ziegler und Severin Kiefer aus Österreich sind dabei.

Die Nordkoreaner trainieren seit Monaten im Verborgenen und werden Ende Jänner erstmals in diesem Winter eine Wettkampf-Arena im Ausland betreten. Für die internationale Meisterschaft Four Continents der Erdteile Amerika, Asien, Afrika und Australien in Taipeh sind Ryom/Kim gemeldet. Vorbereitet hat sie ihre langjährige Trainerin Kim Hyon-son.

apa/dpa

stol