Montag, 13. Juli 2015

Eklat in Italiens Volleyball-Team: Vier Spieler heimgeschickt

Die Azzurri bestreiten ab Mittwoch in Brasilien das Final-Six-Turnier der World League - allerdings ohne vier Spieler, die aus disziplinären Gründen aus dem Trainingslager in Rio heimgeschickt wurden. Von dieser drastischen Entscheidung dürfte der Bozner Aufspieler Simone Giannelli profitieren, denn unter den Heimgeschickten befindet sich auch Stamm-Aufspieler Dragan Travica.

Der junge Bozner Simone Giannelli (Mitte) ist trotz seiner erst knapp 19 Jahre bereits ein Führungsspieler. (Foto: FIPAV)
Der junge Bozner Simone Giannelli (Mitte) ist trotz seiner erst knapp 19 Jahre bereits ein Führungsspieler. (Foto: FIPAV)

Kapitän Ivan Zaytsev, Dragan Travica, Giulio Sabbi und Luigi Randazzo wurden vom italienischen Volleyballverband zwei Tage vor Turnierbeginn aus dem Trainingslager rausgeschmissen und noch am Montag mit dem Flugzeug aus Brasilien nach Italien zurückgeschickt.

Auslöser für die drastische Entscheidung, die von Teamchef Mauro Berruto gefordert wurde, war die Tatsache, dass die Vier nicht die vereinbarten Regeln eingehalten haben und um 2 Uhr nachts außerhalb des Trainingscamps angetroffen wurden.

Anstelle der vier Bestraften wurden eiligst drei Spieler (Davide Saitta, Iacopo Botto und Gabriele Nelli) nachträglich einberufen, die am Dienstag in Brasilien eintreffen werden.

Von dieser disziplinären Maßnahme dürfte der Bozner Aufspieler Simone Giannelli profitieren, der nach bestandener Maturaprüfung wieder dem Kader Italiens angehört. Da Stamm-Aufspieler Dragan Travica einer der Heimgeschickten ist, dürfte Giannelli, der am 9. August erst 19 Jahre alt wird, deutlich mehr Einsatzzeit bekommen.

Für die Azzurri von Trainer Mauro Berruto beginnt das Finalturnier der World League 2015 in Rio de Janeiro am Mittwoch gegen Serbien (21 Uhr). Tags darauf ist der zweite Gruppengegner Polen (21 Uhr) dran. Beide Partien sind live auf Rai Sport 1 zu sehen. Die besten zwei Teams erreichen das Halbfinale.

Im anderen Kreis spielen Gastgeber Brasilien, die USA und Frankreich.

ds/STOL

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stol