Sonntag, 14. Juni 2015

Europaspiele: Österreichische Schwimmerin von Bus überfahren

Österreichs Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic ist am Donnerstag im Vorfeld der Europaspiele in Baku bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden.

Die 15-jährige Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic soll außer Lebensgefahr sein.
Die 15-jährige Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic soll außer Lebensgefahr sein. - Foto: © APA/EPA

Laut Alfred Engel, dem Chefarzt des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), erlitt die 15-jährige Niederösterreicherin „ein Polytrauma mit Mehrfachfrakturen“. Auch ihre Teamkolleginnen Verena Breit und Luna Pajer wurden verletzt.

Die drei 15-jährigen Synchron-Schwimmerinnen aus Österreich waren Donnerstagfrüh auf dem Gehsteig im Athleten-Dorf unterwegs, als sie laut ÖOC von einem Shuttle-Bus angefahren wurden.

„Wir sind von dem Vorfall erschüttert, haben umgehend alle notwendigen Sofortmaßnahmen eingeleitet“, betonte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Sahinovic im künstlichen Koma

Die 15 Jahre alte Vanessa Sahinovic befand sich am Freitag im künstlichen Tiefschlaf, schwebte aber „nicht in akuter Lebensgefahr“, wie das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) mitteilte.

Ein von offizieller Seite nicht kommentiertes Internet-Video scheint den Unfall zu zeigen, dabei kommt ein Bus von der Fahrbahn ab und fährt in eine Gruppe von Menschen.

Sahinovic wurde mit multiplen Knochenbrüchen nach Wien geflogen und die ganze Nacht zu Freitag operiert.

Sahinovic und ihre Teamkollegin Luna Pajer wurden so schwer verletzt, dass sie nach einer ersten Behandlung in der Universitätsklinik von Baku nach Wien geflogen worden waren.

Pajer erlitt einen Knochenbruch und soll die Klinik bald verlassen können. Ihre Teamkollegin Verena Breit erlitt eine Oberschenkelprellung und befindet sich nicht mehr im Krankenhaus von Baku.

Busfahrer verwechselte bei Unfall Pedale

Der Busfahrer hat nach dem schweren Unfall seine Schuld eingestanden. Er habe das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt, teilte das ÖOC am Samstag mit und berief sich dabei auf Informationen der lokalen Polizei in Baku.

Ein Alkohol- und Drogentest bei ihm sei negativ gewesen, ein technisches Fehler am Shuttlebus liege nicht vor. Der Mann wurde laut ÖOC in Untersuchungshaft genommen.

apa/dpa

stol