KurzanalyseDie 1:2-Heimniederlage des FC Südtirol ist insofern schmerzhaft, als dass man keineswegs schlechter als der Gegner war. Das Entscheidende an diesem Tag: Alessandria war den Tick kälter vor dem Tor, nutzte die wenigen Fehler in der gegnerischen Defensive aus und versenkte zwei von vier Schüssen auf Davie Zomers Kasten. Die Weiß-Roten spielten über weite Strecken gut mit, ja bestimmten das Spiel gegen eine körperlich robustere Mannschaft, der vor allem im Luftkampf von Südtiroler Seite nicht beizukommen war. Interessant am Südtiroler Spielsystem waren die verschiedenen Geschmacksrichtungen, in denen Trainer Alfredo Sebastianis 4-4-2 daherkam. Die Südtiroler Spieler in der Einzelkritik:Davide Zomer 6. Hatte wenig zu halten, da die Stürmer der Gäste oft das Tor verfehlten. Blieb beim 0:1 ohne Reaktion, aber trotzdem schuldlos.Mohamed Traoré 6,5. Solide im Zweikampfverhalten, phasenweise mit Drang nach vorne.Hannes Kiem 6,5. Spielte über weite Strecken gewohnt gut.Roberto Mirri 6. Ein großer Stellungsfehler, eine (zu harte) gelbe Karte. Marco Martin 6. Weniger als gewohnt offensiv involviert. Schoss einige mäßige Freistöße, hatte einige Ballverluste, aber mit der Vorlage zum 1:2.Andrea Burato 6. Burato gewann viele Bälle, war aber erneut schlampig beim Abspiel und sorgte für einige Fehlpässe. Seine Zweikampfstärke ist trotzdem wertvoll für die Mannschaft.Alessandro Furlan 6,5. Hatte in der ersten Halbzeit als rechter Mittelfeldmann extrem viele Räume, absolvierte ein enormes Laufpensum, blieb aber eher ineffektiv.Alfredo Romano 5. Romano wurde auf der zentralen Mittelfeldposition eingesetzt, hatte eher defensive Aufgaben. Damit verschenkte man sein Talent. Das Spiel lief über weite Strecken an Romano vorbei, und als er einmal Raum im Angriff hatte, übersah er den besser stehenden Campo eigensinnig. Wie der Kopfball in der 45. Minute nicht im Tor landen konnte, bleibt rätselhaft.Alessandro Campo 6. Campo war weniger als gewohnt im Südtiroler Spiel involviert. Tauchte mal links, mal rechts auf, konnte aber letztlich kaum Akzente setzen.Manuel Fischnaller 6,5. Fischnaller spielte hauptsächlich den zweiten Stürmer, sorgte mit seinen Dribblings für einigen Wirbel und zwei Torschussvorlagen. Blieb aber mit zunehmender Spieldauer immer öfter hängen.Mattia Marchi 7. Gutes Spiel von Marchi. Kämpfte erneut um jeden Ball, lief viel und schoss ein feines Tor.Francesco Virdis N/A. Ersetzte Fischnaller, und machte seine Sache unauffällig.Mariano Romano N/A. Kurz nach seiner Einwechslung für Burato fiel der Anschlusstreffer.Pietro Baccolo N/A. Nur wenige Minuten im Spiel.tp