Der Ausschuß des FC Südtirol hat den Vertrag von Piazzi um ein Jahr verlängert. "Dem sportlichen Leiter steht es frei, den Trainer sowie die Mitglieder der ersten Mannschaft auszusuchen", so der Verein.Hans-Rudi Brugger hatte vor wenigen Wochen in einem Interview scharfe Kritik an Sportdirektor Piazzi geübt und dessen Abgang gefordert. „Entweder geht Piazzi oder ich“, so das Ultimatum des FCS-Verteidigers, der seit 13 Jahren für den Verein spielt.Der Verein hat den Passeirer aber auflaufen lassen und sich öffentlich "ausdrücklich von den Äußerungen des Spielers distanziert." Man behalte sich vor, für den dem Verein zugefügten Imageschaden die notwendigen Schritte einzuleiten, hieß es in einer Mitteilung. Brugger hatte Piazzi schwere Fehler vorgeworfen und ihn für die Spaltung der Mannschaft verantwortlich gemacht. In der Mannschaft gebe es auf der einen Seite die Südtiroler "Fraktion" und auf der anderen jene der Spieler, die Piazzi verpflichtet habe, die aber keine Leistung gebracht hätten, so Brugger, der die Entlassung von Piazzi gefordert hatte. Bruggers Vertrag beim FCS ist ausgelaufen.FCS will sich gegen „Wettskandal“ wehren Der Ausschuß des FC Südtirol hat zudem am Donnerstag Rechtsanwalt Mattia Grassani den Auftrag erteilt, den Verein rechtlich zu vertreten, "zumal auch der FCS, sowohl aus sportlicher, wie auch aus ökonomischer Sicht, vom 'Wettskandal' in Mitleidenschaft gezogen wurde", heißt es in einer Aussendung.Zudem werde der 33-jährige Tormanntrainer Michele De Bernardin den FC Südtirol aus persönlichen Gründen verlassen, so der FCS. Sein Nachfolger werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.