Trainer Alfredo Sebastiani stellte seine Equipe wieder im WM-System 4-2-3-1 auf, mit der Innenverteidigung Hannes Kiem/Denny Nazari, dem linken Außenverteidiger Marco Martin und dem rechten Außenverteidiger Hans Rudi Brugger. Nazari spielte als Ersatz für den rotgesperrten Cascone.Das zentrale Mittelfeld wurde wieder von Alessandro Furlan und Andrea Burato gebildet. Davor das Trio Alessandro Campo, Alfredo Romano und Hannes Fink, im Sturm der bullige und einsatzfreudige Mattia Marchi.Halbzeit eins – Vom Gegner dominiertVon Beginn an waren in der Südtiroler Mannschaft Anflüge von Nervosität und Ängstlichkeit zu spüren. Rund um den eigenen Strafraum wurden ohne unmittelbare Bedrohung Bälle verloren bzw. bei Klärungsversuchen eigene Leute angeschossen, was nicht nur einmal für höchste Gefahr sorgte. Salernitana kam vor allem in der Anfangsphase immer wieder über die rechte Seite, die Seite, auf der Fink und Martin etwas überfordert wirkten. Schon in der 5. Minute hatten die Gäste ihre erste Großchance, als Dino Fava Passaro einen Ball herrlich volley nahm und FCS-Torwart Davide Zomer zu einer sehenswerten Parade zwang. Nach einem Schuss von Campo (10.) hatten die Gäste in der Folgezeit eine Serie von Tormöglichkeiten: Fava Passaro per Kopf (12., 13.) und Falzerano nach einem Einwurf per Direktabnahme (16.) sorgten für Alarm im Südtiroler Strafraum.Nach 20 Minuten beruhigte der FC Südtirol die Partie etwas, Salernitana kam nun weniger zur Geltung. Die nächste Chance ließ schon bis zur 36. Minute auf sich warten, als Fava Passaro einen Fallrückzieher über das Tor setzte.Die beste Südtiroler Chance kam ausgerechnet durch das Zusammenspiel zweier ansonsten wenig ins Spiel eingebundenen Spieler zustande: Der in der 28. Minute für den verletzten Fink eingewechselte Omar El Kaddouri spielte flach Romano an, dessen Schuss nur knapp zu hoch angetragen war (42.).Kurze Zeit später folgte der verdiente 1:0-Treffer der Gäste. Davide Carcuro war von links mit dem Ball beliefert worden. Sein Schuss aus zehn Metern war zentral, konnte Zomer jedoch überwinden (43.). Halbzeit zwei – Viele Freistöße, aber keine ToreIn allen Bereichen leicht verbessert kam der FC Südtirol nach der Halbzeit aus den Kabinen. Dank mehr Laufbereitschaft und Einsatzfreude wurde über weite Strecken konsequentes Pressing gespielt. Das führte zu vielen Ballgewinnen und zahlreichen Freistößen rund um den Strafraum von Salernitana. Da die wenigen sich bietenden Gelegenheiten aber nicht genutzt wurden, ist die Floskel der „optischen Überlegenheit“ die beste Beschreibung.In der 49. Minute verstolperte Romano eine Vorlage von Furlan nach einer schönen Kombination. Eine Minute darauf setzte Campo einen Freistoß aus halblinker Position am kurzen Pfosten vorbei. Auch Schüsse von Romano (53.) und Furlan (59.) gingen in den darauf folgenden Minuten auf das Tor, konnten den Tormann aber nicht überwinden.Salernitana konterte insgesamt schwach. Die beste Chance entstand noch in der 69. Minute, als sich Brugger bei einem langen Ball verschätzte, die FCS-Abwehr aber im zweiten Versuch in höchster Not vor Antonino Ragusa klären konnte. Für den FC Südtirol hatten in der Schlussphase noch Fischnaller mit einem zu zentralen Schuss (78.) und Kiem per Kopf nach einem Eckball (84.) Ausgleichsschancen. Die beste Gelegenheit ergab sich in der 92. Minute, als eine gefährliche Flanke an Freund und Feind vorbei durch den Strafraum von Salernitana flog.Erwähnenswert ist auch der Platzverweis von Salernos Manolo Pestrin in der 81. Minute nach einem taktischen Foul. Salernitana wusste sich oft nur durch Fouls zu helfen und kassierte dadurch einige gelbe Karten. Auch häufiges Lamentieren und verbales Provozieren der Gegenspieler trug nichts für erhöhte Sympathiewerte der Gästespieler bei.Zur Einzelbewertung geht es hier.tp