Samstag, 12. August 2017

Federer hat wieder den Tennisthron im Visier

Der seit wenigen Tagen 36 Jahre alte Roger Federer könnte schon bald wieder die Nummer 1 in der Tennis-Weltrangliste sein. Sollte er beim Tennis-Turnier in Montreal, wo er im Halbfinale auf den Niederländer Robin Haase trifft, und danach auch in Cincinnati gut abschneiden, würde er als neuer, alter Tennis-König zu den US Open reisen.

Roger Federer könnte schon bald wieder die Nummer 1 der Tennis-Welt sein.
Roger Federer könnte schon bald wieder die Nummer 1 der Tennis-Welt sein. - Foto: © APA

Im Halbfinale von Montreal stehen sich einerseits 2 Routiniers und andererseits auch 2 Youngsters gegenüber: Der seit Dienstag 36-jährige Roger Federer bekommt es – ebenfalls unerwartet – mit dem 6 Jahre jüngeren Niederländer Robin Haase zu tun. Turnierfavorit Federer hatte sich mit aggressivem Spielstil mit vielen Netzangriffen gegen Roberto Bautista Agut (ESP) sicher mit 6:4,6:4 durchgesetzt.

„Ich denke, es zahlt sich aus, hier in Montreal aggressiv zu spielen“, meinte Federer, der schon bald wieder zur Nummer 1 der Welt werden könnte. Holt er den Titel beim Rogers Cup und schneidet er in Cincinnati gleich gut oder besser als Nadal ab, würde er als neuer, alter Tennis-König zu den US Open reisen.

Haase setzte sich gegen Thiem-Bezwinger Diego Schwartzman aus Argentinien mit 4:6,6:3,6:3 durch und steht erstmals überhaupt in einem Masters-1000-Halbfinale.

20-Jähriger gegen 18-Jährigen

Am Freitag ist in Montreal der Siegeslauf von Alexander Zverev ebenso weitergegangen wie der des erst 18-jährigen Kanadiers Denis Shapovalov. Zverev bezwang in der Neuauflage des Washington-Finales Kevin Anderson im Viertelfinale mit 7:5,6:4. Der 20-jährige Deutsche trifft im Youngster-Duell auf Shapovalov.

Shapovalov bestätigte am Tag nach dem Sensationssieg über den topgesetzten Rafael Nadal seinen aktuellen Lauf. Er besiegte den ebenfalls überraschend in die Runde der letzten 8 vorgestoßen Franzosen Adrian Mannarino mit 2:6,6:3,6:4. „Es zeigt wirklich, wie ich mich auch mental gesteigert habe. Ich finde in den richtigen Momenten mein Spiel“, freute sich Shapovalov. Der Weltranglisten-143. wird sich am Montag nicht nur erstmals in den Top 100, sondern sogar schon in den Top 70 wiederfinden.

Nun kommt es, sehr zur Freude der ATP, die ihr neues Saisonfinale der bis zu 21-Jährigen propagiert, zum #NextGen-Duell Shapovalov-Zverev. „Er hat einen großartigen Job gemacht, dass er hier ins Semifinale gekommen ist“, lobte Zverev den Lokalmatador. „Er ist so jung und spielt tolles Tennis. Ich werde versuchen, mein bestes Tennis zu spielen und es ihm so schwer wie möglich zu machen“, sagte der Deutsche. 

apa

stol