Mittwoch, 17. Juni 2015

Fenninger kontert ÖSV: „Habe all diese Lügen satt“

Mit einer scharf formulierten persönlichen Stellungnahme hat Anna Fenninger auf die Streitigkeiten ihres Managements mit dem Österreichischen Skiverband reagiert.

Foto: © APA/EPA

„Wenn wir ehrlich sind zählt meine Meinung nicht – mir wird sowieso das Wort im Mund umgedreht. Ehrlichkeit hat hier keinen Platz – ich bin müde und kann nicht mehr. Ich habe all diese Lügen satt!“, schrieb die Salzburgerin auf Facebook.

Anna und die Grundsatz-Frage: „Füge ich mich dem System“

Die Olympiasiegerin holte in ihrem Statement zu einem Rundumschlag gegen den ÖSV und dessen Präsident Peter Schröcksnadel aus. „Wenn man an einem Punkt angelangt ist und merkt, dass man jahrelang hintergangen wird, Versprechen nicht eingehalten worden sind, sich fügen ohne Argumentation täglich Brot ist, Wertschätzung gegenüber Frauen an frühere Zeiten erinnert, dass alle nach der Pfeife von nur einem einzigen tanzen müssen, ist man erfolgreich – muss man geben – man wird hin und her gereicht – und am Ende des Tages? Das Ergebnis? Ein stolzer Tiroler, der die Hände nicht mehr runter bekommt“, schrieb Fenninger.

Drei Jahre habe sie versucht, „demokratisch vorzugehen“ und Lösungen zu finden – ohne Erfolg. „Irgendwann stellt man sich eine Grundsatzfrage: Füge ich mich dem System? Sollte ich akzeptieren, dass man als Frau immer zurückstecken muss? Ich bin immer schon meinen eigenen Weg gegangen. Habe auch außerhalb vom 'System' meine Entscheidungen getroffen. Sonst wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin“, betonte Fenninger.

Kündigt an zu kämpfen

Ihr persönliches Gefühl sage ihr nun, dass sie für ihre persönlichen Rechte kämpfen müsse: „Am Ende des Tages stehe ich mit Sicherheit mit reinem Gewissen da – denn Ehrlichkeit ist nie verkehrt. Leider können mit der Wahrheit manche nicht umgehen. Sie tun alles, um mich fertig zu machen und sind am besten Weg dazu. An diesem Punkt stelle ich mir die Frage: Sind Wahrheit und Ehrlichkeit heute nichts mehr wert? (...) Was auch immer passiert – ich kann immer mit reinem Gewissen in den Spiegel schauen.“

apa

stol