Sonntag, 28. August 2016

FIFA-Boss Infantino wehrt sich gegen Kritiker

FIFA-Boss Gianni Infantino hat die jüngsten Anschuldigungen zurückgewiesen und seine Kritiker mit deutlichen Worten attackiert. „Dieses Bild schüren ganz bewusst Leute, die durch meine Reformen in Bedrängnis kommen und mich darum angreifen“, sagte Infantino in einem Interview der Schweizer Zeitung „SonntagsBlick“.

Vorwürfe wegen seines Gehaltes oder der Nutzung eines Privatjets lässt FIFA-Boss Infantino an sich abprallen. - Archivbild
Vorwürfe wegen seines Gehaltes oder der Nutzung eines Privatjets lässt FIFA-Boss Infantino an sich abprallen. - Archivbild - Foto: © APA/EPA

Infantino war unter anderem wegen der Nutzung eines Privatjets und Diskussionen um sein Gehalt kritisiert worden. Die FIFA-Ethikkommission hatte den Schweizer von allen Vorwürfen frei gesprochen. Wen er genau hinter den Attacken vermutet, ließ Infantino offen. „Vielleicht diejenigen, die Angst haben, dass Dinge ans Licht kommen, die früher falsch liefen“, sagte der Schweizer.

"Bewusst gestreutes Märchen"

Dass er das von der Entschädigungskommission unter der Führung des ehemaligen Chefaufsehers Domenico Scala festgelegte Salär von zwei Millionen Schweizer Franken als „Beleidigung“ bezeichnet habe, wies Infantino als „bewusst gestreutes Märchen“ zurück. Vielmehr habe er die Vorgehensweise als „beleidigend“ empfunden, sie sei „komplett willkürlich“.

Er habe erwartet, dass er sich mit den Mitgliedern der Entschädigungskommission „anhand von Richtlinien und definierten Prozessen“ über sein Gehalt unterhalte „und nicht von Herrn Scala kommentar- und diskussionslos vor vollendete Tatsachen gestellt werde.“

Allerdings sehen die FIFA-Statuten genau diese Vorgehensweise vor. Infantino kündigte an, dass er weniger als die kolportierten zwei Millionen Schweizer Franken verdienen werde.

WM-Temas sollen definitiv aufgestockt werden

An seiner geplanten Aufstockung der Weltmeisterschaften auf 40 Teams will der Nachfolger von Joseph Blatter festhalten. Die EM in Frankreich mit 24 Mannschaften sei beste Werbung für dieses Vorhaben gewesen. „Schauen Sie die Stimmung der Isländer, der Waliser, der Albaner oder der Ungarn an. Das ist doch top, diese Euphorie“, sagte Infantino.

dpa

stol