„Sie wollen mich loswerden. Die Opposition kommt, es ist schade das zu sagen, aus Nyon von der UEFA“, sagte der 78 Jahre alte Schweizer in einem Interview des US-Senders CNN.Blatter warf dem europäischen Dachverband und dessen Präsidenten Michel Platini vor, „nicht den Mut zu haben“, einen Kandidaten aus den eigenen Reihen zu nominieren. Ein Sprecher der UEFA wollte laut CNN zunächst keinen Kommentar abgeben und verwies auf eine Erklärung Platinis nach der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am (heutigen) Montag in Nyon.Neben Amtsinhaber Blatter haben sein Vize Prinz Ali bin Al-Hussein, der frühere FIFA-Funktionär Jerome Champagne und der ehemalige französische Nationalspieler David Ginola ihre Kandidaturen für die Wahl am 29. Mai angekündigt. Zuletzt hatte sich auch der niederländische Spielervermittler Mino Raiola ins Gespräch gebracht. Al-Husseins Ansage wurde von der UEFA grundsätzlich begrüßt. Der Jordanier gilt als einziger ernsthafter Herausforderer von Blatter.„Glaube an mich und an den Fußball“Bis zum Donnerstag muss jeder Kandidat die Unterstützung von mindestens fünf der 209 FIFA-Mitgliedsstaaten vorweisen. Blatter bekräftigte erneut, dass er eine fünfte Amtszeit anstrebe und nicht freiwillig abtreten wolle. „Es ist nicht mein erster Kampf um die Präsidentschaft. Ich habe immer noch die Überzeugung und glaube an mich und an den Fußball“, sagte der Schweizer.apa/dpa