Freitag, 02. September 2016

FIFA-Präsident Infantino lobt Videobeweis bei Länderspiel in Italien

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat den erstmaligen Einsatz des Videobeweises beim Länderspiel zwischen Italien und Frankreich als „Fußballgeschichte“ gewürdigt. Im Testspiel in Bari, das Italien unter seinem neuen Trainer Giampiero Ventura am Donnerstag gegen den EM-Finalisten mit 1:3 verlor, kam der Videobeweis bei einem umstrittenen Handspiel des französischen Fußball-Nationalspielers Layvin Kurzawa im Strafraum zum Einsatz.

Der Videobeweis soll zukünftig die Arbeit des Schiedsrichters erleichtern.
Der Videobeweis soll zukünftig die Arbeit des Schiedsrichters erleichtern. - Foto: © LaPresse

Die Italiener protestierten nach einem Kopfball von Daniele de Rossi, dass Kurzawa den Ball mit der Hand gestoppt habe. „Man konnte sehen, dass der Schiedsrichter für ein paar Sekunden das Spiel gestoppt hat“, sagte der Chef des Fußball-Weltverbandes FIFA der RAI.
Während dieser Zeit überprüften laut Infantino zwei außerhalb des Stadions positionierte Schiedsrichter die Situation und entschieden, „dass es kein Elfmeter war. Wir haben Fußballgeschichte gesehen. Wir sind im Jahr 2016, es ist Zeit, das auszuprobieren“, sagte Infantino und äußerte die Hoffnung auf den Einsatz der Technologie auch bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

Videobeweis soll getestet werden

In dieser Saison werden Tests mit dem Videobeweis auch in nationalen Ligen wie der Bundesliga, in Österreich, Italien, Portugal oder den USA durchgeführt. „Natürlich können wir nicht alle Probleme lösen, aber lasst uns schauen, ob wir den Schiedsrichtern nicht bei Schlüsselsituationen eine Hilfe geben können, ohne das Spiel zu sehr zu unterbrechen“, sagte Infantino. Am Freitag will er sich bei einer Pressekonferenz ausführlicher zu dem Thema äußern.

dpa

stol