Freitag, 26. Februar 2016

FIFA-Wahl: Kein Sieger in Runde 1

Der erste Durchgang bei der Wahl des Nachfolgers von Joseph Blatter als FIFA-Präsident hat vorerst noch keine Entscheidung gebracht. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino erhielt beim Kongress des Fußball-Weltverbandes am Freitag überraschend die meisten Stimmen, verpasste aber die für den Sieg in Runde eins notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit.

In Zürich läuft der 2. Wahlgang bei der Kür des neuen FIFA-Präsidenten.
In Zürich läuft der 2. Wahlgang bei der Kür des neuen FIFA-Präsidenten. - Foto: © LaPresse

88 der 207 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbände votierten in Zürich für den Schweizer, der damit in die Position des Favoriten rutschte. Sein großer Kontrahent Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa, der als aussichtsreichster Bewerber gehandelt worden war, kam auf 85 Stimmen.

Der Jordanier Prinz Ali bin al-Hussein (27) und der Franzose Jerome Champagne (7) lagen erwartungsgemäß deutlich zurück, Tokyo Sexwale hatte bereits vor der Wahl seinen Rückzug erklärt.

Im zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit der Stimmen der 207 Delegierten, also 104 Stimmen. Ein zweites Mal mussten die FIFA-Mitglieder zuletzt beim Kongress 1974 wählen, damals bezwang Joao Havelange aus Brasilien den Engländer Stanley Rous.

apa/dpa

stol