„Ich bin glücklich, dass wir jetzt eine unabhängige Kommission für solche Fragen haben. Aber ich habe nicht das Recht und auch nicht die Absicht, etwas zu ihrer Arbeit zu sagen, bevor die Kommission sie beendet hat“, erklärte FIFA-Präsident Joseph Blatter am Freitag bei einer Pressekonferenz im Hauptsitz des Verbandes.Die Sitzung am Donnerstag und Freitag war von Beginn an überschattet von den Bestechungvorwürfen der britischen Zeitung „Telegraph“ gegen den früheren FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner. Danach sollen der Funktionär aus Trinidad und Tobago und seine beiden Söhne kurz nach der WM-Vergabe im Dezember 2010 fast zwei Millionen Dollar (1,44 Millionen Euro) aus Katar erhalten haben.Das FIFA-Ethikkomitee ließ am Freitag zwar mitteilen, dass man das Material aus den Berichten bereits kenne und entsprechend reagieren werde. Auch wurde schon am Vortag bekannt, dass der von der FIFA eingesetzte Chefermittler Michael Garcia in Zürich sei und 13 Mitglieder des Exekutivkomitees verhören wolle. Doch wann dessen Kommission ihren Bericht vorlegt und wie er persönlich auf die Vorwürfen gegen seinen langjährigen Stellvertreter Warner reagiert – dazu wollte Blatter auch auf mehrfache Nachfrage nichts sagen.Selbst Blatter hatte in den vergangenen Monaten schon einmal die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen Katars kritisiert. Doch diesmal hielt sich die FIFA mit Kritik an ihrem umstrittenen WM-Gastgeber auffällig zurück. dpa