Der Riesentorlauf wird auf der Herrenabfahrtsstrecke gefahren. Der untere Teil ist aber nicht sehr steil. Es ist also kein schwieriger Hang und daher sind jene Athletinnen gefragt, die den Ski gut laufen lassen können.Da der Schnee auch ziemlich aggressiv ist, kommt das den Fahrerinnen der Speeddisziplinen entgegen. Tina Maze und Anna Fenninger sind nicht zu unterschätzen. Mit drei und zwei Medaillen können sie es locker nehmen und das ist gerade bei diesem Schnee die richtige Herangehensweise. Mit Medaillen antreten zu können, gibt einen sehr viel.Meine Favoriten aber sind Eva-Maria Brem, Mikaela Shiffrin und Sara Hector.Unter den Außenseiterinnen könnten Nadia Fanchini und Maria Pietilae-Holmner sicher gut fahren.Titelverteidigerin Tessa Worley hat, glaub ich, keine Chance auf eine Medaille, da sie heuer nicht so gut drauf ist.Mir hat so eine Art Riesentorlauf immer gefallen. Für die Spezialistinnen ist der Hang zu wenig technisch. Spektakulär bleibt es dennoch. Die Läufe werden flüssig gesteckt sein und so ist die Geschwindigkeit ziemlich hoch. Zudem gibt es einige Übergänge und immer wieder einige Tore in steileren Passagen. Es ist viel los. Nur ist es eben nicht so steil, wie etwa eine Gran Risa.Es ist also wichtig, schnell einen guten Rhythmus und eine gute Linie zu finden, nicht zu viel herzuschenken. Es gilt, eine enge Linie und nicht zu rund zu fahren. Angreifen ist das Wichtigste.Man muss ziemlich klein und geschlossen bleiben, um nicht zu viel Windwiderstand zu haben. Mit dem Schnee muss man eher sanft umgehen.Manuela Mölgg kann gut fahren. Eine Medaille wird sich wahrscheinlich nicht ausgehen, aber das ist auch von der Tagesverfassung abhängig. Für sie wäre es wichtig, unter die TOP-15 hineinzufahren, um Weltcuppunkte zu holen und sich so in der Startliste für die restlichen Weltcup-Rennen eine gute Positionierung zu sichern. Ihre Teamkolleginnen Federica Brignone und Nadia Fanchini haben bessere Karten. stol/ker________________________________________________________________________Peter Fill ist Skirennläufer aus Kastelruth, spezialisiert auf Abfahrt und Super-G. Bei einem Sturz in Wengen zog er sich Anfang des Jahres eine Schulterverletzung zu und muss die WM ausfallen lassen. Über die Rubrik „Peters WM-Fill-Feder“ begleitet er die Weltmeisterschaften in Vail/Beaver Creek als Experte und Kommentator auf Südtirol Online. Jeden Tag neu.Alle Infos und Hintergründe aus Beaver Creek, WM-Geschichten, das Tagebuch von "Dolomiten"-Redakteur Andreas Vieider und vieles mehr gibt es täglich in den "Dolomiten".