Das Abkommen gilt für die Amtszeit Carraros als interimistischer Entscheidungsträger, also nur für diesen Winter.Demnach erhält die FISI 40 Prozent der Übertragungsrechte bei Weltcupevents mit zwei Männerrennen, wie etwa Gröden oder Alta Badia. 35 Prozent der Einnahmen gehen an den Wintersportverband bei Veranstaltungen mit zwei Frauenrennen oder einem Männerrennen. Von diesem Abkommen ausgeschlossen sind die Rennen im Trentino, die einer bereits bestehenden Konvention bis 2016 unterliegen.„Es freut uns natürlich, endlich dieses Abkommen mit dem Wintersportverband unterzeichnet zu haben”, betont Stefania Demetz vom Weltcup-Organisationskomitee Gröden. „Schon vor einigen Monaten hatten wir dem damaligen FISI-Präsidenten Giovanni Morzenti vorgeschlagen, 40 Prozent abzugeben. Er wollte aber 45 Prozent. Für unsere beiden Rennen auf der Saslong bekommen wir heuer für die TV-Rechte 820.000 Euro. Davon gehen jetzt 330.000 Euro an die FISI, während uns fast 500.000 Euro bleiben. Und diese Summe benötigen wir, um die Rennen professionell abwickeln zu können.“ Einen Teil der TV-Einnahmen tritt die FISI an die Regionalkomitees ab: Erhält der Wintersportverband 40 Prozent, so beläuft sich diese Summe auf drei Prozent - z.B. bei den Rennen in Gröden und Alta Badia. Bei einem Prozentsatz von 35 reduziert sich die Abgabe an den regionalen Verband auf 2,6 Prozent. Der Präsident des Südtiroler Landeswintersportverbands, Hermann Ambach, atmet auf: „Nach monatelangen Verhandlungen sind wir endlich auf einen Nenner gekommen. Die beiden Rennen in Gröden bringen uns Rund 25.000 Euro ein. Ähnliches gilt für Alta Badia.“ Die Gelder die an den regionalen Ableger der FISI fließen sind streng zweckgebunden und dürfen nur in sportliche Tätigkeiten und Projekte investiert werden, die vom nationalen Verband abgesegnet wurden.Das Abkommen beinhaltet gleichzeitig eine Reihe an Leistungen, die die Weltcuporganisatoren der FISI entrichten müssen. So etwa müssen die Pisten den Nationalmannschaften bei den Speed-Disziplinen für vier Trainingstage und bei den technischen Disziplinen für zwei Trainingstage zur Verfügung gestellt werden. Zudem sind die Veranstalter auch für die Organisation von Nachwuchsrennen und die Bereitstellung von Unterkünften bei Trainingseinheiten zuständig. Sponsoren und Vertretern aus der Politik müssen zehn Zimmer und zwanzig Eintrittskarten zu Verfügung gestellt werden.Reduzierung der sportlichen Leitung und technischen KommissionenCarraro hat zudem bekannt gegeben, dass während seiner Amtszeit auch bei der sportlichen Leitung und technischen Kommissionen eingespart werden soll. Abteilungen wie jene z.B. zur Ausbildung von Verbandstrainern und Schüler- und Studententätigkeiten werden vorzeitig aufgehoben.Die bestehenden Kommissionen setzen sich wie folgt zusammen:SKI ALPIN JUGENDKoordinatoren: Claudio Ravetto und Raimund Planker Mitglieder: Stefano Dalmasso, Matteo Joris, Heini Pfitscher SKI-LANGLAUF JUGENDKoordinator: Silvio Fauner Mitglieder: Gianfranco Pizio und Alfred Stauder BIATHLON JUGENDKoordinator: Fabrizio Curtaz Mitglieder: Alexander Zingerle, Alexander Inderst, Patrick Oberegger SKISPRINGEN UND NORDISCHE KOMBINATIONKoordinator: Ivo Pertile Mitglieder: Fabian Ebenhoch, Roberto Cecon RODELNKoordinator: Karl Damian Mitglied: Walter Plaikner BOB/SKELETONKoordinator: Antonio Tartaglia Mitglieder: Omar Sacco, Edoardo Pavanello FREESTYLE/SNOWBOARDKoordinator: Cesare Pisoni Mitglieder: Andrea Rinaldi, Marco Mazzonelli GRASSSKIKoordinator: Armando Calvetti Mitglieder: Achille Cattaneo, Gualtiero Guenza SKIALPINISMUSKoordinator: Stefano Mottini Mitglied: Oscar Angeloni