Während etwa der Motorrad-Grand-Prix in Japan am kommenden Wochenende abgesagt werden musste, finden die Judo-Europameisterschaften in Wien von Donnerstag bis Sonntag wie geplant statt. „Das Problem ist seit ein paar Tagen bekannt, alle Nationen hatten Zeit, umzudisponieren und mit Bahn oder Auto nach Wien zu kommen“, sagte ÖJV-Generalsekretär Paul Fiala.Viele Sportler rund um den Globus sind gezwungen, lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, oder auf langsamere Transportmittel umzusteigen. So musste der FC Barcelona per Bus zum Fußball-Champions-League-Halbfinale am Dienstag nach Mailand reisen. Die Katalanen um Superstar Lionel Messi trafen am Montag in Italien ein, sie hatten auf ihrer fast 1000 Kilometer langen Fahrt in Cannes übernachtet.Auch der FC Fulham hat unabhängig von der Entscheidung der UEFA einen Notfallplan für die Anreise zum Europa League-Halbfinale beim Hamburger SV parat. „Das Spiel findet wie vorgesehen statt“, teilten die Londoner am Montag auf ihrer Internetseite mit. Gleichzeitig erklärte die Europäische Fußball-Union (UEFA), weiter über die Ausrichtung der Halbfinal-Hinspiele in der Europa League zu beraten.Unterdessen startete Bayern Münchens Champions League-Gegner Olympique Lyon am Montag seine zweitägige Anreise zum Halbfinale am Mittwoch. In Minivans machten sich die Franzosen auf die 625 Kilometer lange Bustour nach Deutschland. Die deutschen Fußball-Frauen hofften auf eine rechtzeitige Ankunft von Gegner Schweden zum Länderspiel am Donnerstag in Dresden. Umsonst: Der schwedische Fußball-Verband hat das Match am Montagnachmittag abgesagt.In China sitzen nach dem Formel-1-Grand-Prix in Shanghai mehrere Fahrer, die Teams und ihre Ausrüstung fest. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone selbst verließ China im Privatjet und nahm Rekord-Weltmeister Michael Schumacher mit. Andere Piloten wie Sebastian Vettel warteten zunächst in China mit ihren Mechanikern auf einen baldigen Flug Richtung Heimat.Die österreichischen Turner trafen am Montag nach einer langen Busreise in Birmingham ein. Wegen der zu großen Entfernungen zum Veranstaltungsort sagten die Teams aus Georgien und Portugal ihre Teilnahme an den am Donnerstag beginnenden Europameisterschaften allerdings ab. Israel, die Türkei und Griechenland kündigten an, nur teilzunehmen, wenn der Luftraum kurzfristig freigegeben würde. apa/dpa